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Wie viel Moral steckt in der Musikproduktion?

Dieser Frage geht das Berlin Community Radio im ersten Video ihrer neuen Reihe "BCR Masters" nach. Darin erklärt uns die Schwedin KABLAM, warum Sampling nicht gleich Diebstahl sein muss.

von Helen Schulte
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09 Oktober 2017, 12:10pm

Berlin Community Radio ist bekannt für seine diversen Shows. In seinem neuen Projekt beschäftigt es sich dieses Mal vor allem mit Themen rund um die Produktion von Musik. Dafür lädt BCR in jeder Folge einen anderen Musiker ein und gibt diesem die Möglichkeit, Stellung zu gängigen Debatten in der Branche zu nehmen. Die erste Folge nimmt sich beispielsweise einer jahrzehntelangen Kontroverse an: Ist Sampling eine Ausübung künstlerischer Freiheit oder die Verletzung des Urheberrechts?


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Den Anfang macht die Schwedin KABLAM, bekannt für ihre experimentell-elektronischen Sounds. Sie zeigt uns, wie Sampling richtig funktioniert, getreu ihrem Motto "manipulieren, statt kopieren". Mit der Software Ableton demonstriert KABLAM, wie ein neuer Track entsteht: Samples von Schwertern und bearbeitetem Plastik verändert sie bis zur Unkenntlichkeit — und lässt so individuelle Beats entstehen, die sich trotzdem immer noch nach ihr selbst anhören.

Doch die Debatte um die Moral hinter dem Sampling existiert nicht erst seit dem Rechtsfall Moses Pelham vs. Kraftwerk, bei dem sich ersterer aus einem Kraftwerk-Track ein zweisekündiges Sound-Fragment geborgt hat. Der 13 Jahre andauernde Rechtsfall ist ein gutes Beispiel für das Ausmaß des Problems, dem sich die Musikindustrie stellen muss. Das Video mit KABLAM veranschaulicht auch den Kern dieser Debatte: Die Moral des Künstlers. Wir sind schon auf die nächste Folge gespannt!

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