Laura Kaczmarek fotografiert Girl Crews aus der ganzen Welt

"Remember Why You Started" ist das erste Buch der jungen Fotografin, das uns die Skatewelt durch ihre Augen zeigt.

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08 November 2017, 9:01am

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präsentiert von adidas Originals

Laura Kaczmarek hat sich gerade einen Traum erfüllt: Sie veröffentlicht ihr erstes Buch. Dabei ist das, was es in dem Buch zu sehen gibt, schon ein Traum für sich: Durch die interessantesten Metropolen reisen, an den schönsten Orten der Welt skaten und mit den besten Freunden abhängen. Die Fotografin und Skaterin hat ihre Reisen durch Tel Aviv, Innsbruck und Zürich dokumentiert, um sie jetzt in dem Fotoband Remember Why You Started zusammenzubringen.

Das junge Talent kommt aus dem Ruhrgebiet und vermischt in ihren Fotografien die Jugendkultur mit Architektur, hält eindringliche Momente fest und bringt mühelos kühle Urbanität mit spontanen Emotionen zusammen. "Am meisten beeinflusst mich der Charakter einer Person selbst und alles, das draußen auf der Straße stattfindet", sagt sie. "Urbane, leicht abgefuckte Architektur und ein markantes Gesicht kann einiges bewegen."

Für Remember Why You Started hat sich Laura mit adidas Originals und Girls Are Awesome zusammengetan. Die Plattform fördert junge, kreative Frauen und hilft ihnen, ihre Träume zu verwirklichen. Für Laura war das ein Fotografie-Buch, für das sie nach Tel Aviv, Zürich und Innsbruck reisen konnte. Girls Are Awesome und adidas Original haben sie und ihre besten Freundinnen auf dieser Reise begleitet, um mehr awesome Girls dazu zu inspirieren, ihre Träume zu verfolgen und unter dem Hashtag #girlsareawesome ihre eigenen Ideen zu posten und zu erzählen. Wir haben mit Laura über ihr erstes Buch, ihre Inspirationen und ihre Girls-Crew gesprochen.

Dein Buch heißt Remember Why You Started. Warum hast du mit dem Fotografieren angefangen?
Das kam durch das Skateboarding. Ich wollte irgendwann all unsere Trips von Stadt zu Stadt festhalten und durfte die Kamera von meinem Vater mitnehmen. Zuerst probiert man nur aus und lernt mit der Technik umzugehen. Doch irgendwann hat es Klick gemacht und ich habe gemerkt, dass so viel mehr dahintersteckt. Ob erfolgreich oder nicht: Man sollte sich immer wieder zurückerinnern, wie und warum das Ganze entstanden ist. Das finde ich super wichtig.

Worum geht es in dem Buch?
Hauptsächlich geht es um Freundschaften in der Jugend. Das Aufeinandertreffen verschiedener Crews, die sich das erste Mal begegnen und gleich vertraut miteinander umgehen. Ein Mix aus guten und schlechten Zeiten und die Übergangsphase zwischen der Jugend und dem Erwachsenwerden.

Du warst mit deiner Girls-Crew auch in Tel Aviv. Was habt ihr da erlebt?
Genau, zusammen mit den Heckmecks ging es nach Tel Aviv. Direkt zu Beginn sind wir auf die "Jerusalem Skate Girls" gestoßen. Wir kannten uns keine 15 Minuten und es fühlte sich schon an, als wären wir seit Jahren zusammen unterwegs. Die Girls haben uns die Stadt gezeigt, den Flohmarkt in Jaffa, Frishman Beach, verschiedene Spots zum Skateboarden und ihre Geheimtipps für den Mittagstisch. Im Großen und Ganzen hatten wir nur 48 Stunden miteinander verbracht, doch die haben wir bis zuletzt ausgenutzt. Zurück kam ich dann mit 12 Filmen und 60 GB vollen Speicherkarten.

Wie wichtig sind die Orte, an denen du dich befindest, für deine Fotografie?
Sehr wichtig. Oft fahre ich durchs Ruhrgebiet und sehe Orte, die mir direkt ins Auge fallen und ein gutes Gefühl vermitteln. Ich lasse mich stark von der Umgebung an sich, der Architektur oder einfach dem, was auf den Straßen passiert, beeinflussen.

Und wie wichtig sind die Menschen, die dich umgeben, für deine Fotografie?
Es hilft immer, wenn man die Personen, die man fotografiert, länger kennt. Nichts ist gestellt, die Fotos werden persönlicher und das mag ich sehr. Trotzdem finde ich es sehr interessant, auf neue Charaktere zu treffen und diese zu fotografieren.

In deiner Fotografie steht die Landschaft und der Raum stark im Fokus. Die Menschen, die in deinen Fotos zu sehen sind, werden oft von der Umgebung komplett eingenommen, fast überwältigt. Was bedeutet die Koexistenz beider Faktoren für dich?
Die Wirkung der Personen hängt stark von der Umgebung um sie herum ab. Ich möchte nicht nur die Person zeigen, sondern auch das, was drumherum passiert, um den Betrachter mit einzubeziehen. Für mich hängt das untrennbar zusammen.

Du wurdest als Architektur-Fotografin ausgebildet. Wie beeinflusst das deine Arbeit?
Ich wurde in einem Museum zur Architektur- und Industrie-Fotografin ausgebildet. Hauptsächlich habe ich verschiedene Ausstellungen fotografiert, was eher in Richtung Interior ging. Daneben habe ich Architektur-Aufnahmen gemacht, alles mit einer bestimmten Technik. Meine Gesellenprüfung musste ich damals auf einer Fachkamera absolvieren. Es war wirklich eine gute Ausbildung, nur war es eben nicht das, was ich mir für immer vorstellen konnte. Trotzdem hat es mich und meinen heutigen Stil stark beeinflusst.

Beschäftigst du dich auch über den ästhetischen Aspekt hinaus mit der Wirkung von Architektur auf eine Stadt?
Jede Stadt hat ihre eigene Geschichte und einen Wiedererkennungswert. Wenn ich das erste Mal in einer neuen Stadt bin, versuche ich, so viel wie möglich zu Fuß zu erkunden, beziehungsweise durch die Straßen zu pushen. So erhält man den besten Eindruck einer Stadt und ihrer Architektur. Bei mir entsteht schnell ein positives oder negatives Gefühl. Ich bin absoluter Fan von der niederländischen Architektur, die haben es einfach drauf. Aber auch meine Heimat, das Ruhrgebiet, hat richtig gute Ecken, die total unterschätzt werden. Hier steckt noch viel Potenzial.

Du wohnst in Essen. Was bedeutet die Stadt für dich und deine Arbeit?
Am meisten an meiner Heimat mag ich die offene Art der Menschen. Im Ruhrpott ist alles sehr locker und die echten Originale sind schon etwas Besonderes. Ich mag, wie man hier miteinander redet und umgeht. Außerdem ist es praktisch, dass man innerhalb weniger Minuten verschiedene Städte erreichen kann. So wird es nie langweilig. Überall ist man miteinander vernetzt und der Charme, der in diesen Städten herrscht, ist einfach ein ganz besonderer. Es ist die Mischung aus Tradition und Moderne. Ansonsten ist nicht alles überlaufen wie in Großstädten, wo man einer unter vielen ist.

Hier geht es zum ganzen Projekt von adidas Originals und Girls Are Awesome.