pink hair don’t care: rosafarbene haare auf dem laufsteg

Nicolas Ghesquières Liebling Fernanda Ly ist das neuste Model in der Reihe der rosahaarigen Schönheiten.

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Mai 20 2015, 8:45am

Obwohl der Look oft mit Punk und Grunge in Verbindung gebracht wird (siehe Kurt Cobain und L7) haben rosafarbene Haare eine Geschichte als Zeichen femininer Schönheit. Schon 1937 sagte der Wiener Frisör Leo, dass rosa Haare perfekt für formale Anlässe wären, „da Frauen am Abend immer wie ein Blume aussehen sollten". Vielleicht liegt es an der Verbindung von hart und weich, von wild und romantisch, wieso rosa- bzw. pinkfarbene Haare immer wieder auf den Laufstegen auftauchen. Inspiriert vom Ethereal-Look von Nicolas Ghesquières Model of the Moment Fernanda Ly für seine Louis Vuitton Resort 2016-Show in Palm Springs präsentieren wir euch unsere Auswahl der besten Pink-Hair-Looks, von Chloe Norgard bei Rodarte bis zu Kate Moss in den 90er für Versace.

via @louisvuitton

Fernanda Ly für Louis Vuitton Resort 16
Das Wort „psychedelisch" wurde in Reviews zur LV Resort 2016 Kollektion wiederholt verwendet. Nicolas Ghesquière erschuf eine surreale Stimmung, mixte Hippie-Vibes mit viktorianischen Silhouetten und schuf eine sehr eigene Sorte Retrofuturismus. Die Kombination von Fernanda Lys Look aus Sorbet-Haaren und dem lasergeschnittenen Lederkleid fasst die Ästhetik der Show perfekt zusammen: Mittelalterlich, spacey und es auch ein bisschen punkig.

Foto: Mitchell Sams

Linn Arvidsson und Marjan Jonkman für Gucci Autumn/Winter 15
Alessandro Micheles erste RTW-Womenswear-Kollektion für Gucci diesen Februar wurde mit viel Spannung erwartet und der Designer sollte nicht enttäuschen. Er mixte 70er-Zitate mit traditionellen Silhouetten des italienischen Modehauses. Die zugeknöpften Looks entschärfte er mit rosa Haaren. „Alessandro fand den Look von Courtney Love zu ihrer „Hole"-Zeit mit ihrem zweifarbigen Haar schon immer gut", erklärt Stylist Paul Hanlon. Hanlon färbte die Spitzen von Linn Arvidssons und Marjan Jonkmans Haar mit Tönungen von Crazy Color und hat sie dann für einen ausgeblichenen Effekt ausgewaschen.

via Blouin Artinfo auf Youtube

Chloe Norgaard für Rodarte Autumn/Winter 14
Chloe Norgaard ist bekannt für ihre wilden und immer neuen Haarfarben. Deshalb fiel die Wahl auf sie, als die Mulleavy-Schwestern für ihre Herbst-/Winterkollektion 2014 Kollektion mit romantischen Farbtönen experimentieren wollten. Norgaard sagte Vogue, dass sie sich gemeinsam mit den Designerinnen und Hairstylist Odile Gilbert für die Farbe entschieden hätte.

Cara Delevingne für Chanel Resort 13
Für die Chanel Resort 13-Kollektion hat Karl Lagerfeld offensichtlich Anleihen bei Marie Antoinette genommen - die Show fand in den opulenten Gärten von Versailles statt. 18. Jahrhundert-Zitate treffen in einer Interpretation für die moderne Frau auf futuristische Elemente. Perfektioniert wurde jeder Look mit einer Macaron-farbenden Perücke, die zu einem Bob geschnitten wurde und den Blick auf einen dunklen Pferdeschwanz darunter freigab. Caras Choppy-Style brachte den Stilmix aus Pariser Hofdamen-Chic und zeitgenössischen Punk-Kids auf den Punkt.

Jean Paul Gaultier Couture Spring/Summer 12
Jean Paul Gaultier präsentierte seine Spring-12-Couture-Kollektion keine sechs Monate nach Amy Winehouses frühem Tod. Seine Kollektion fing ihren gekonnten Vampy-Style der 60er auf eine Art und Weise ein, die bei jedem anderen Designern zu kostümartig gewesen wäre - aber nicht bei Gaultier. Die Hommage an Winehouse mit Stiftröcken und aufgesexten Polos wurde durch Beehive-Frisuren in Blau- und Pinktönen komplementiert.

Charlotte Free für Jeremy Scott Spring/Summer 12
Nur wenige Designer verbinden Pop, Respektlosigkeit und Spleen so gut wie Jeremy Scott. Dieselben Eigenschaften treffen auch auf Charlotte Free zu. Für seine Hollywood-trifft-auf-Farm-Frühjahr-/Sommerkollektion 2012 schickte er Free in einem Kleid mit Kaktusprint und pinkem Waffenhalter-Gürtel, der farblich zu ihren pinken Zöpfen passte, auf den Laufsteg.

Comme de Garçons Autumn/Winter 09
Für die AW-09-Kollektion schickte Comme die Models entweder verhüllt in aufgebauschten Tüll-Layern oder in Trompe-l'oeil-Looks auf den Catwalk. Kawakubo verglich diese Ästhetik mit „einem Wunderland". Das Ensemble wurde durch knallpinke Frisuren vervollständigt. 

Kate Moss für Versace Spring/Summer 99
Megastar Kate Moss gehörte zum Inventar der Versace-Catwalks der 90er. Das Label hatte nie ein Problem damit, dass Moss der Kleidung die Show stahl. Donatella schwärmte von Kates Natürlichkeit. Für die Versace Frühjahr-/Sommerkollektion 99 wurden die Haare der Ikone geglättet und in einem dunklen Pinkton gefärbt. Sie sah damals schon wie die Sexbombe des nahenden 21. Jahrhunderts aus, zu der sie werden sollte: glamourös, aber dennoch tough. Diese Show wird oft als Beginn von Kates Wandel vom Findelkind zur verführerischen Sirene genannt. 

Credits


Text: Courtney Iseman