Alexander Wang und H&M bringen Sport und Design zusammen

Der Liebling der New Yorker Modeszene Alexander Wang und H&Ms Creative Advisor Margareta van den Bosch im Gespräch mit Sally Singer von Vogue über die mit Spannung erwartete Designerkooperation Alexander Wang x H&M.

von Emily Manning
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21 Oktober 2014, 11:25am

Fotos: KCD

Am Morgen der Weltpremiere der Alexander Wang x H&M Capsule Collection diskutieren Alexander Wang und H&Ms Creative Advisor Margareta van den Bosch mit Sally Singer von Vogue über ihre heiß ersehnte Designerkooperation. Der Schauplatz der Runway-Show ist eine New Yorker Sporthalle und wird die Capsule Collection später gekonnt ins Szene setzen. Obwohl Fans noch bis zum 6. November warten müssen, bevor die Kollektion in den Läden hängt, wird Wang seine Capsule Collection vor ausgewählten Publikum bei einer Runway-Show am Abend präsentieren.

Die Zusammenarbeit wurde im April während eines Events auf dem Coachella-Musikfestival bekanntgegeben und Wang ist der erste amerikanische Designer, den der schwedische Modegigant für seine Designerkooperation ausgewählt hat. Hinter der Kollektion steckt die Idee, Sportswear auch nachts zu tragen. „Ich mag die Vielseitigkeit von Kleidung. Wenn du ausgehst, wenn du tanzen gehst oder was auch immer, dann schwitzt du auch. Du musst dich bewegen, du musst aktiv bleiben. Es ist Sportswear, die in andere Kontexte übersetzt, in anderen Umgebungen und zu anderen Anlässen getragen werden kann. Ich mag Reflektoren und ich mag es, Kleidung zu kombinieren, mit der man in einen Club und essen gehen kann. So ist mir die Idee Sports at Night gekommen", sagt Wang.

Die Kooperation stellt auch für H&M ein erstes Mal dar, damit stößt die schwedische Modekette in den Bereich Performance-Activewear vor. Wang hat sich nicht nur über diese Herausforderung gefreut, sondern damit auch seine eigene Designsprache erweitert: „Mich hat schon immer begeistert, wie Performance-Activewear hergestellt wird. Für mich ist es die fortschrittlichste Mode, bezogen auf Fertigung, Herstellung, wie die Stoffe zusammengeschweißt sind und wie eng die Maschen miteinander verbunden sind. Die Teile müssen auch den Praxistest bestehen. Sie sind keine modischen Teile, die nur gut aussehen müssen, sondern sie müssen wirklich von der Funktionalität her gedacht werden. Das war etwas, was H&M sehr gut verstanden hat", so der Designer.

Alexander Wang for H&M

Nach seiner gelungenen Sneaker-inspirierten Frühjahr-Sommerkollektion 2015, war der Fokus auf Activewear nicht wirklich überraschend. Als bekannter Meister der Schlichtheit, sein eigener schlichter Schwarz-Look bis zur umjubelten T Line Collection, hat Wang es immer verstanden, Schönheit in Komfort und Kleidung, die sich mit einem bewegt, zu finden.

Für H&M war Wang aufgrund derselben Leidenschaft und Bekenntnis für elegante Performace-Activewear die Wahl für die diesjährige Designerkooperation. „Wir haben ihn ausgewählt, weil wir denken, dass er ein sehr guter Designer ist. Ich verfolge ihn schon seit Längerem und wir wollten etwas mit ihm zusammen machen. Sport spielt momentan in der Mode eine große Rolle, deswegen war es jetzt ein guter Zeitpunkt, ihn mit ins Boot zu holen", sagt van den Bosch.

Es ist die zehnte Designerkooperation von H&M seit der Karl Lagerfeld Capsule Collection 2004. Die Wang-Kollektion sei insofern anders als die bisherigen, da sie komplett neu sei. „Es gibt dieses Mal keine Archive Collection", erklärt van den Bosch in Anlehnung an die Riesenerfolge der Versace- und Margiela-Designerkooperationen, bei denen bestehende Teile entweder neu aufgelegt oder neu interpretiert wurden. „Das ist eine neue Kollektion, die sich verschiedenen Materialien widmet", erklärt sie.

Die Neuheit kommt in Form von perforierten Shorts mit Lasercut, Taucher-Sweatshirts mit großem Wang-Branding, elastischen Sport-BHs und Neoprene-Details. Für richtige Sportler gibt es noch mehr: „Wir hatten die Idee, Gegenstände mit in die Kollektion aufzunehmen. Wir dachten an alltägliche Lifestyle-Gegenstände wie Aschenbecher und Feuerzeuge. Wir fügten (dieser Kollektion) Boxhandschuhe, Yogamatten und Taucherbrillen hinzu. Sie sind alle voll funktionstüchtig. Sie werden in richtigen Fabriken hergestellt und sie wurden so produziert, dass sie allen Ansprüchen genügen", sagt der Designer.

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Text: Emily Manning
Fotos: KCD