vmas 2015: kanye will präsident werden und miley veröffentlicht einfach so ein neues album

Letzte Nacht kurz zusammengefasst: Kanye sprach über seinen Plan, ins Weiße Haus einzuziehen, Miley war einfach Miley, N.W.A. traten auf, Britney war für eine Minute da und Justin Bieber weinte.

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31 August 2015, 8:35am

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Die diesjährigen MTV VMAs waren Mileys Welt und jeder darin einfach nur Gast.

Miley versprach uns für 2015 etwas Besonderes, genauer gesagt kündigte sie an, dass es wie in ihrem Instagram-Account zu gehen würde: voller Glitzer, Katzen-Babys und Nippel. Und genau so kam es. Miley schwebte in einem riesigen, psychedelischen Kunstwerk vom in L.A. lebenden Künstler Jen Stark auf die Bühne. Sie trug Raver-Dreads aus den 90ern und Jeremy-Scott-Outfits, auf die Lady Miss Kier mit Sicherheit stolz gewesen wäre. Miley Cyrus teilte lustige Videos von ihren Pyjama-Partys von Tyga und witzelte mit Snoop Dogg rum. Natürlich trat sie auch auf.

Aber als man dachte, dass es nicht schräger als eine Brownie essende und mit einem Schwein sprechende Miley Cyrus werden könnte, stahl ihr Kanye fast die Show, indem er bekannt gab, dass er im Jahr 2020 als Präsident kandidieren möchte. Genauso überraschend gab er eine bewegende Erklärung darüber, was es mit dem berühmt-berüchtigten Vorfall zwischen ihm und Taylor Swift bei den VMAs vor sechs Jahren auf sich hatte. 

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Nachdem Taylor Swift ihm sehr höflich den Michael Jackson Video Vanguard Award überreichte, hielt Kanye eine Rede, die eine Mischung aus einem TED-Talk und einem nächtlichen, bekifften Redeschwall war - er hatte sich „etwas Kleines gerollt, um ein wenig entspannter zu sein". Der US-Rapper sprach davon, dass seine Liebe für Justin Timberlake der einzige Grund war, wieso er sich gegenüber Taylor so respektlos verhalten habe. Er bereut ein paar Griffe in den Kleiderschrank. Im Zwiegespräch mit sich (und der Weltöffentlichkeit) fragte er sich: „Würde ich das Lederhemd noch einmal tragen?" Dann sprach er über „Ideen". „Wir sind Millenials", sagte er. „Wir bringen unseren Kindern bei, dass sie etwas werden können [...] Es geht um Ideen, Leute mit Ideen und Leute, die an die Wahrheit glauben." War seine Rede nun ehrlich und wirklich bewegend oder einfach nur total krank? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Vielleicht war litt er auch einfach nur unter Schlafmangel.

In derselben Rede kritisierte Kanye MTV dafür, dass der Sender „Beef" zwischen Künstlern für eine gute Quote befördern würde. Das mag vielleicht stimmen, aber Nicki Minaj und Miley Cyrus haben das auch ganz gut alleine hinbekommen. Kurz nach ihrem Auftritt - ihr Thron bestand aus nackten Männern - akzeptierte Nicki Minaj den Moonman für das beste HipHop-Video und sagte am Schluss ihrer Dankesrede über Miley: „Diese Bitch hatte vor ein paar Tagen das Bedürfnis, ausführlich über mich mit der Presse reden zu müssen." Und sie machte sehr deutlich, dass sie keine Witze macht.

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Es gab aber auch ernstgemeinte, positive Momente. Taylor und Nicki versöhnten sich. Big Sean widmete seinen Award in der Kategorie Musikvideo mit einer sozialen Botschaft seiner Großmutter - eine der ersten weiblichen schwarzen Captains der US-Army im Zweiten Weltkrieg. Jussie Smollet, der den Preis an Big Sean überreichte, sprach über Black Lives Matter und die Ehe für alle und erinnerte das Publikum daran, dass das nicht nur nette Hashtags sein würden. Natürlich nutzte Miley auch die Sendezeit auch, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Nach vielen (sehr vielen) Kostümwechseln erschien Miley schließlich als riesige Regenbogenflagge. Kurz vor ihrer finalen Performance rief sie Freunde und Wortführer ihrer Happy Hippie Foundation, die sich für obdachlose Jugendliche aus der LGBTQ-Community einsetzt, auf die Bühne, darunter Dichter Tyler Ford. Die Aktivisten machten deutlich, dass die VMAs eine wichtige Plattform seien, um wichtige und positive Botschaften an alle jungen Menschen auf der Welt zu schicken.

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Miley beendete den Abend auf ihre eigene Art und Weise: Sie performte ihren brandneuen Song „Do It" mit eine Gruppe Drag Queens in Paillettenkleidern von Jeremy Scott. Der Song beginnt so: „Yeah, I smoke pot, yeah, i love peace", und obwohl 35 Mal das Wort „Fuck" vorkommt, ist die Message des Songs eine von Frieden und Liebe. Und sie veröffentlichte ein Überraschungsalbum

Credits


Text: Alice Newell-Hanson
Bild  via @moschino