amerikanische schule zensiert feministisches t-shirt und bekommt den zorn dieser 13-jährigen zu spüren

Am T-Shirt einer Teenagerin entzündet sich eine Diskussion über Feminismus, Bildung und Meinungsfreiheit.

von i-D Staff
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21 April 2015, 2:10pm

Image via @idiotsophie

Als das TIME Magazine Ende letzten Jahres das Wort „Feministin" verbieten wollte, ging der Shitstorm richtig los, vor allem da es auf einer Liste mit Wörtern wie „bae", „basic" und „yaaaass" stand. Ende letzter Woche wurde die Schülerin Sophie aus dem US-Bundesstaat Ohio Opfer einer ähnlichen Zensur. Ihre Schule retuschierte das Wort „Feminist" von ihrem T-Shirt auf einem Klassenfoto, hatte aber nicht mit der Reaktion der taffen 13-Jährigen gerechnet.

Sophie trug ein selbstgemachtes „Feminist"-T-Shirt für das Klassenfoto und musste nach der Veröffentlichung entdecken, dass das Wort komplett geschwärzt wurde. Der Fernsehsender MSNBC berichtet, dass die Schulleiterin Kendra Young sagte, dass das T-Shirt zwar nicht die Schulkleiderordnung verletzen würde, aber sie hätte die Entscheidung getroffen, um unbeabsichtigte Kontoversen zu vermeiden.

Mit dieser windelweichen Ausrede für politische Korrektheit gab sich Sophie aber nicht zufrieden und verlieh ihrem Protest auf Twitter und Instagram Ausdruck. Sie wollte auf ihr Recht auf Meinungsfreiheit bestehen und forderte ihre Mitschüler auf, ein T-Shirt mit der Aufschrift „I Deserve Freedom of Expression" oder „Feminism isn't offensive" zu tragen.

Laut dem Blog Women You Should Know wandte sich die Schulleiterin mit einer Entschuldigung an Sophies Mutter und fragte, ob die Situation hinreichend bereinigt wurde. „Ich sagte zu ihr, dass sie sich bei Sophie entschuldigen muss und ihr die Frage stellen soll. Das machte sie anscheinend sprachlos", sagte Sophies Mutter Christine dem Blog. „Sie entschuldigte sich bei Sophie und fragte sie‚ Was willst du damit erreichen?'. Sophie entgegnete ihr: ‚Jeder soll wissen, dass wir Feminismus brauchen. Ich möchte, dass Sie jemanden in die Schule kommen lassen, der jeden über Feminismus aufklärt. Ich möchte, dass wir zusammen zum lokalen Nachrichtensender gehen und den Leuten zeigen, dass wir zusammen daran arbeiten, diese Schule und diese Gemeinde zu einem besseren Ort für jeden zu machen. Ich denke, das ist nicht zu viel verlangt.'"

Andere Feministinnen unterstützen Sophie und teilen ihre Geschichte unter den Hashtags #IDeserveFreedomOfExpression und #KeepFeminismInSchools auf sozialen Plattformen und hinterfragen die Beziehung zwischen Feminismus und Bildung über den Einzelfall hinaus.

Credits


Text: Emily Manning

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