Collage über i-D UK; Links: Campbell Addy, recht: Rhea Dillon

12 Fotografen, die für mehr Vielfalt in der Mode sorgen

Wir stellen dir die neue Generation von LGBTQ- und PoC-Fotografen vor.

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Aug. 15 2018, 2:28pm

Collage über i-D UK; Links: Campbell Addy, recht: Rhea Dillon

Mit 23 Jahren ist Tyler Mitchell nach fast 130 Jahren und über 1500 Ausgaben der erste schwarze Fotograf, der das Cover der amerikanischen Vogue geshootet hat. Nicht nur wir von i-D sind schon lange von seinem Talent überzeugt, sondern auch Beyoncé, die auf ein Cover von ihm bestand. Damit ist er Teil einer neuen Generation von Kreativen, die die Vorherrschaft weißer Männer in der Modeindustrie beenden.


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"Wenn Menschen in Machtpositionen weiterhin nur Leute einstellen, die aussehen wie sie selbst, die genauso klingen und aus demselben Viertel kommen, werden sie nie ein besseres Verständnis für die Lebenswirklichkeiten anderer Menschen entwickeln", erklärt Beyoncé im Begleitartikel der amerikanischen Vogue. Viel zu lange hat ein exklusiver Club aus Casting Directors, Creative Directors, Fotografen und Stylisten den Output der Modeindustrie kontrolliert. Diese Zeit ist endgültig vorbei. Aus diesem Grund möchten wir dir die jungen Kreativen vorstellen, die für eine neue Realität in der Modewelt stehen.

Campbell Addy

Campbell Addy, JUJU with Ib Kamara

"Ich denke darüber nach, wie uns die Welt sieht, bevor ich zeige, wie wir wirklich sind", erklärte uns der britisch-ghanaische CSM-Absolvent. Er arbeitet zwischen Fotografie, Film und Casting. Den Themen Empowerment und Repräsentation widmet sich der junge Brite mit seiner Agentur Nii und seinem Magazin Niijournal.

@campbelladdy

Ronan McKenzie

Ronan McKenzie for Marieyat

"Meine Arbeiten feiern Natürlichkeit und Authentizität", sagt die in London geborene und lebende Fotografin, die bereits für i-D, Marques 'Almeida und Marieyat fotografiert hat. "Es ist OK, anders zu sein." Mit ihren Aufnahmen dokumentiert McKenzie die Schönheit der Menschen in ihrer Umgebung.

@RonanMcKenzie

Rhea Dillon

Rhea Dillon, Black Angel

Rhea Dillop hat für das queere Kollektiv BBZ gearbeitet und spricht in ihren Werken Themen wie Vielfalt, Empowerment und queere Kultur an. "Bei Black Angel geht es um die Freiheit, schwarz zu sein; darum ein Mensch zu sein, der einfach existiert", sagt sie über ihren Film. "Ich versuche, dafür zu sorgen, dass es positive und fröhliche Bilderwelten von People of Color gibt", sagte Rhea Dillion zu Dazed über ihre neueste Fotoserie SISTAHS, mit der sie gegen das Vorurteil der streitsüchtigen und unhöflichen schwarzen Frau kämpft.

@RheaDillon

Zora Sicher

Zora Sicher

"Es gibt so viele Menschen auf dieser Welt und aus irgendeinem Grund zeigen wir immer wieder die gleichen", sagt Zora Sicher. Mit 13 nahm sie zum ersten Mal eine Kamera in die Hand und hat sie seitdem nie wieder weggelegt. Eine ihrer ersten Arbeiten, eine Serie über Freundschaft und das Erwachsenwerden in New York, hat sie exklusiv bei uns veröffentlicht. Zoras Darstellungen vom Mädchen-Sein sind schön, vielfältig und ehrlich.

@ZoraSicher

Ruth Ossai

Ruth Ossai, My Heart Is Clean

"Ich möchte Nigerianer so zeigen, wie sie sind. Dass sie natürlich schön sind und ihren eigenen Style, Humor und ihre eigene Dynamik haben", sagt die in Nigeria aufgewachsene Fotografin gegenüber Nataal. In ihren aktuellen Zusammenarbeiten mit der Filmemacherin Akinola Davies Jr für Kenzo und dem Multimedia-Konzept mit der CSM-Absolventin Mowalola Ogunlesi feiert sie verschiedene Identitäten und Black Culture.

@Ruth Ossai

Nadine Ijewere

Nadine Ijewere

Geboren und aufgewachsen ist die junge Fotografin in London mit einem nigerianischen Vater und einer jamaikanischen Mutter. Nadine Ijewere nutzt Fotografie, um ihr Erbe besser zu verstehen. "Ein Großteil der eigenen Identität wird von der eigenen Herkunft geprägt", sagt sie. "Mich interessiert, wie sich andere Menschen identifizieren und woher sie kommen. Mich freut es, dass ich mich mit meinem Erbe auseinandersetze und Teil der nächsten Generation von Nigerianern bin."

@Nadine Ijewere

David Uzochukwu

David Uzochukwu

"In meinen Arbeiten geht es viel um Stärke und Verletzlichkeit", sagte uns der in Berlin lebende Fotograf. Der Autodidakt begeistert mit seinen Aufnahmen bereits Namen wie FKA twigs. Zusammen mit der Musikerin hat er eine Nike-Kampagne fotografiert, die auf der ganzen Welt zu sehen waren.

@David Uzochukwu

Davey Adesida

Davey Adesida

Inspiriert wird Davey Adesida zu seinen kinoreifen Fotografien von den Klassikern des alten Hollywoods. Der Autodiktat hat mit seinen Arbeiten bereits die Aufmerksamkeit von aufstrebenden jungen Kreativen wie dem Modekollektiv Vaquera, Podcast-Moderator Dylan Marron und dem Stranger Things-Star Caleb McLaughlin auf sich gezogen.

@Davey Adesida

Joshua Woods

Joshua Woods, Dakar

2012 begann der aus Harlem stammende New Yorker seine Freunde auf der New York Fashion Week zu fotografieren. Doch erst mit seiner jüngsten Fotoserie Dakar hat er den Schritt aus der Mode-Blase gewagt. Mit seiner Pentax 6x7 ist er durch das Land seiner Familie gereist und ging im Senegal auf die Suche nach seinen Wurzeln. Herausgekommen ist ein Fototagebuch über das Leben in dem afrikanischen Land.

@Joshua Woods

Joyce NG

Joyce NG

"Meine Fotos müssen authentisch und ehrlich sein", sagt die in Hongkong geborene Fotografin. Sie hat Fashion Communication am CSM studiert und durch ihr Abschlussprojekt ihre Liebe zur Fotografie entdeckt. "Wenn du es zu etwas in der Kreativbranche bringen willst, musst du an das große Ganze denken", sagt sie weiter.

@Joyce NG

Thuan Tran

Thuan Tran

"Lass dich nicht von der Produktionswelt einschüchtern. Folge deinen eigenen Regeln und mach, was du willst", so der 26-jährige Kreative aus New York. Tran hat zwei Jahre für Hypebeast gearbeitet und danach mit On Lunch Break seine eigene Full-Service-Produktionsfirma gegründet, die für einige der besten Visuals in der Werbung verantwortlich ist, die es gerade zu sehen gibt.

@Thuan Tran

Kez Coo

Kez Coo, Considerate

"Ich liebe es, mitreißende Visuals zu produzieren", sagt die junge Regisseurin." Die in London lebende Foografin hat gerade ihr neuestes Projekt Considerate beendet, für das sie sich 100 nackte Menschen vor die Kamera geholt hat. In Coos Arbeiten erzählt sie bisher ungehörte Geschichten und bietet ungewohnte Perspektiven

@Kez Coo

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.