Greta Gerwig spricht über ihre Zusammenarbeit mit Woody Allen

Die US-Schauspielerin wirkte beim Film "To Rome with Love" des Regisseurs aus dem Jahr 2012 mit.

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Jan. 11 2018, 9:07am

Foto: imago/Future Image

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der US-Redaktion.

Nach dem wohlverdienten Golden-Globes-Gewinn für ihr Regie-Debüt Lady Bird hat Greta Gerwig jetzt zum ersten Mal öffentlich über die Zusammenarbeit mit Woody Allen für seinen Film To Rome with Love gesprochen.


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"Ich kann nur für mich selbst sprechen. Wenn ich damals gewusst hätte, was ich heute weiß, dann hätte ich nicht im Film mitgespielt", erklärte sie in einem Interview mit der New York Times zu den Vorwürfen gegen Woody Allen. "Seitdem habe ich mit ihm auch nicht mehr zusammengearbeitet und werde es auch nicht mehr tun. Durch die Artikel von Dylan Farrow ist mir bewusst geworden, dass ich bei einer anderen Frau für noch mehr Schmerz gesorgt habe und als ich das begriffen habe, blutete mir das Herz", so die Regisseurin und Schauspielerin weiter.

Dylan Farrow, die adoptierte Tochter von Allen und Mia Farrow, die schon lange öffentlich Woody Allen sexuellen Missbrauch vorwirft und Hollywood dafür kritisiert, lieber wegzuschauen, hat auf Twitter dankbar auf die Worte von Greta Gerwig reagiert:

Der #TimesUp-Bewegung steht Dylan Farrow aber dennoch reserviert gegenüber. Sie sagte zwar, dass "sie Frauen unterstütze, die sich wehren, sich mit anderen Frauen (und Männern) solidarisieren und füreinander einstehen, um nicht nur in der Unterhaltungsbranche, sondern überall für einen Wandel zu sorgen." Doch sie erklärte auch, dass sie Probleme mit Leuten habe, die in dieser Bewegung mitmachen, ohne persönlich dafür gerade zu stehen, wie die eigenen Worte und Handlungen einer Kultur Vorschub leisten, gegen die sie eigentlich kämpfen. "Das kann ich nur schwer begreifen", schrieb Dylan Farrow in einem Essay für die L.A. Times.