der nächste copy-cat-streit: warum zara schon wieder für aufsehen sorgt

Der Rechtsstreit zwischen der kalifornischen Designerin und Illustratorin Tuesday Bassen und der bekannten Modekette ZARA hat gerade erst begonnen und zeigt uns, wie schwer es ist, als Independent Label gegen einen Großkonzern zu klagen.

von i-D Staff
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21 Juli 2016, 9:20am

Das spanische Imperium ZARA hat gestern für Schlagzeilen gesorgen. Die kalifornische Designerin und Illustratorin Tuesday Bassen, die bereits mit Marken wie Urban Outfitters, Adidas und Nike zusammengearbeitet hat, klagt nun öffentlich und medienwirksam gegen die bekannte Modekette. Grund ist das schamlose Kopieren ihrer Designs und Zeichnungen. An sich ist dieser Vorwurf nichts Neues für ZARA, doch was dieses Mal für besonders großes Aufsehen sorgt, ist die Reaktion des Unternehmens: Mit der Begründung, dass Tuesday Bassen weniger Follower hat und daher nicht bekannt genug sei, wird die 27-jährige Illustratorin kurzerhand abgespeist.

In dem Schreiben heißt es, dass ein Großteil der weltweiten Käufer die Zeichnungen nicht mit der Indie-Illustratorin in Verbindung bringen würden. Zudem verweist das Anwaltsschreiben des Großkonzerns auf die monatlichen Klickzahlen der Website (ZARA: 98.000.000 im Durchschnitt), und das gemessen daran, die Beschwerden, die bezüglich der kopierten Designs der amerikanischen Illustratorin eingegangen sind, nicht beachtenswert seien.

Dabei waren es ausgerechnet ihre Social-Media-Follower, die Tuesday Bassen auf die kopierten Patches aufmerksam gemacht haben. Die junge Designerin möchte weiter für ihr Recht kämpfen, auch wenn das sicherlich nicht einfach werden wird. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Credits


Text: Juule Kay
Foto: Screenshot von Instagram

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