so reagiert tinder auf die kritik von trangender-usern

Menschen, die sich als queer, Trans oder genderfluid identifizieren, erhalten bald mehr Optionen in der Dating-App.

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Juni 6 2016, 8:05am

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Tinder funktioniert eigentlich ganz einfach: Man nehme ein paar Männer und Frauen, gib ihnen eine App und innerhalb von Sekunden steht fest, wer mit wem matcht und alle leben happily ever after, jedenfalls bis zum nächsten Wisch. Das Konzept ist so simpel wie erfolgreich. Da gibt es aber nur ein nicht ganz so kleines Problem dabei: manche identifizieren sich eben nicht als Mann oder Frau. Menschen, die queer, Trans oder genderfluid sind, werden so in eine äußerst unangenehme Lage gebracht, weil sie gezwungen sind, sich den vorgegebenen Optionen unterzuordnen. Das wird im Internet schon seit Langem kritisiert. Im letzten Jahr haben viele Transgender-User darüber berichtet, dass sie das amerikanische Start-up sogar gesperrt habe.

Aber Tinder zeigt sich lernwillig und verspricht, alles besser zu machen. Im Laufe des Monats will das Unternehmen neue Transgender freundliche Einstellungen einführen. User sollen nicht nur mehr Optionen darüber erhalten, wie sie sich identifizieren, sondern sie sollen auch mehr Auswahl darüber erhalten, welche potenziellen Partner sie suchen. CEO Sean Rad sprach auf der Code Conference über die Experience, die Nicht-Cisgender-User bisher gehabt haben: „Wir haben lange nicht genug getan, um ihnen eine gute Experience zu verschaffen. Es ist schwieriger für sie, das zu bekommen, wonach sie suchen. Wir müssen unsere User-Experience verändern, um das zu beheben. Das ist nicht  nur gut für die Tinder-Community, sondern das ist auch das Richtige für die Welt."

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Macher vom Computerspiel Die Sims die Geschlechtergrenzen abschaffen. Ähnlich wie Tinder wurde Facebook vor einiger Zeit kritisiert und reagierte darauf mit zusätzlichen Gender-Optionen und einer größerer Freiheit, wenn Leute einen anderen Namen als dem auf ihrer Geburtsurkunde als Profilnamen verwenden. Es wird auch wirklich endlich Zeit, dass die digitale Welt die Lebenswirklichkeit von so vielen Menschen widerspiegelt. 

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