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Bubble-Gum-Ästhetik und Motion Design: Dieser Instagram-Account erfüllt jeden deiner verrückten Träume

Wir haben den Macher hinter Extraweg gefragt, was ihn zu seinen skurrilen Ideen bewegt.

Juule Kay

Juule Kay

Foto: Screenshot von Instagram

Die Umrisse eines menschlichen Wesens, das sich in einer kaugummiartigen Masse hin und her windet, daneben die Animation zweier Gesichter, die langsam miteinander verschmelzen. Klingt absurd? Ist es auch. Eines haben die Arbeiten von Extraweg alle gemeinsam: Sie nehmen einen anderen Ausgang als erwartet. Oder hättest du gedacht, dass eine Statue aus der griechischen Mythologie zu Nutella auf Toastbroat zerfließt?


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"Ich versuche, immer wieder Grenzen zu überschreiten, um neue Formen zu finden, die es so noch nicht oft zu sehen gab", erklärt Oliver Latta, der Macher hinter Extraweg. Inspiration dafür findet der Motion-Designer vor allem in seinem Alltag: "Ich mag es, mit alltäglichen Situationen zu spielen und diese auf eine mehrdeutige und neue Art wiederzugeben." Oliver versucht, die Leute aus ihrer Komfortzone zu locken, indem er ein Unbehagen in ihnen auslöst – und das funktioniert. Wir wissen selbst nicht wirklich wohin mit unseren Gedanken, nachdem wir uns die pastellfarbigen Absurditäten angesehen haben und ertappen uns dabei, den Play-Button immer wieder drücken zu wollen.

Der Motion-Designer ist nicht der Einzige, der uns aus unserem Schneckenhaus herausholt. Seine Arbeiten erinnern uns an die australische Fotografin Prue Stent, die uns mit ihrer Bubble-Gum-Ästhetik und viel nackter Haut in ihre groteske Welt entführt. Mit ihrer skurrilen Bildsprache hat die Fotografin eine wichtige Botschaft vermittelt: Sie kämpft gegen die Objektivierung weiblicher Körper.

Für Oliver ist Extraweg Provokation und Risiko zugleich. Das einzige Limit? Die eigene Vorstellungskraft, die uns durch den unerwarteten Ausgang seiner Arbeiten immer wieder auszutricksen versucht. Könnte Oliver seine eigene Welt kreieren, wäre jeder eigenständiger und würde sich nicht von anderen beeinflussen lassen. "Ich werde das Gefühl nicht los, dass uns die Fähigkeit, selbst zu denken, immer mehr genommen wird", so der Designer. "Vielfalt ist etwas Gutes, deswegen sollten wir keine Angst haben, wir selbst zu sein." Und genau das gelingt ihm mit jedem einzelnen seiner Projekte erstaunlich gut.

@extraweg