diese fotografien zeigen die wahre bronx und ihre größten hiphop-stars - in berlin

Lisa Leone ist in der Bronx in den 90ern aufgewachsen. Bei ihrer Ausstellung in Berlin zeigt sie nun Bilder aus der damaligen Zeit–inklusive Biggie, Mary J. Blige und den Fugees.

von i-D Staff
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06 Oktober 2016, 8:15am

biggie

Lisa Leone ist in der Bronx geboren und aufgewachsen. Schon früh begann sie, zu fotografieren und das Leben um sie herum zu dokumentieren. Heute sind ihre Bilder ein Zeitzeugnis der sich verändernden Bronx und der ersten Generation an HipHop-Künstlern, die es in den Mainstream geschafft haben. Ihre Bilder zeigen große Namen wie Lauryn Hill, KRS-One, Mary J. Blige, Wyclef Jean, Nas, Biggie, Rosie Perez, The Roots, Queen Latifah und Snoop Dog im Studio, beim Abhängen und auf der Bühne. In ihrer ersten Soloausstellung in Berlin How You Like Me Now? zeigt Leone nun eine Auswahl ihrer Arbeiten. Vorab zur Eröffnung heute Abend haben wir der Fotografin ein paar Fragen gestellt. 

Wie war es, in der Bronx aufzuwachsen?  
Ich liebe die Bronx. Zu der Zeit war die Gesellschaft sehr gemeinschaftsorientiert. Jeder hat sich um jeden gekümmert. Auch wenn die Bronx diesen schrecklichen Ruf hat, hatte man immer ein gewisses Gefühl von Sicherheit, weil man jeden kannte. Ich hatte sehr viel Spaß, als ich jung war, und das Gefühl, dass die Straßen mir gehören. 

Du fotografierst nicht nur Musiker und Künstler sondern auch die Stadt selbst. Was macht New York so besonders?
Ich bin in vierter Generation New Yorkerin, also gehen meine Wurzeln sehr tief. Als ich aufgewachsen bin, habe ich den Mut und die Freiheit dieser Stadt geliebt. Ich liebe die Geschichte, die U-Bahnen, die Tunnels, die gepflasterten Straßen. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen war es, um drei oder vier Uhr früh durch die Straßen zu laufen, wenn alles ganz ruhig war. Es war toll, um Fotos zu machen, vor allem, wenn die Straßen nass waren. Die Stadt hat sich genau da besonders lebendig angefühlt.

KRS

Fugees

Wie hat sich HipHop seit den 80ern und 90ern verändert?
Es ist ein ganz anderes Spiel. Damals war es noch nicht so ein Geschäft wie heute. Damals ging es um die Gemeinschaft und Kreativität. Es war cool, zu experimentieren und etwas neues zu machen. Ich denke, dass die Plattenfirmen auch offener waren. Heute fühlt es sich an, als würden sie alle in eine Box stecken wollen. Gott sei Dank schaffen es ein paar hinaus. 

Du hattest schon viele Stars und Ikonen der Musikindustrie vor der Kamera. Gibt es einen Moment, an den du gerne zurückdenkst? 
Die Momente, in denen Künstler ganz in ihrem kreativen Prozess aufgehen, sind eindeutig inspirierend.  

Was können wir von der Ausstellung erwarten?
Du kannst erwarten, jede Menge zu sehen. Ich mag es nicht, im Studio zu fotografieren. Ich lebe für den echten Moment. Mich interessiert Authentizität.

„How you like me now?" eröffnet am 6. Oktober bei HVW8. Mehr Informationen findest du hier.

thereallisaleone.com

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Credits


Text: Alexandra Bondi de Antoni 
Fotos: Lisa Leone

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