unsere 10 lieblingsmomente mit david bowie

„I don't know where I'm going from here but I promise it won't be boring", sagte David Bowie einst. Der Künstler prägte und beeinflusste die Popgeschichte nicht nur als Musiker, sondern auch als Stilikone und Visionär. Als jemand, der sich immer wieder...

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11 Januar 2016, 2:00pm

Einer der größten Künstler unserer Zeit ist vergangene Nacht verstorben. Mit Millionen verkaufter Platten und bizarren wie genialen Auftritten hatte sich David Bowie bereits zu Lebzeiten einen (Pop-)Kultstatus aufgebaut. Obwohl die Liste wohl unendlich lang sein könnte, haben wir zehn Momente, dir wir uns heute immer wieder durchlesen, anschauen und anhören wollen, zusammengesammelt, um uns an den Großmeister der Verwandlung zu erinnern. Eine Hommage an den Mann, der es immer wieder geschafft hat, uns neu zu inspirieren.

1. Es gibt sie, diese Songs, die man irgendwann aus irgendwelchen Gründen nie wieder hören möchte. Dieses wird mit absoluter Sicherheit nie dazu gehören, nie!

2. Und dieses hier übrigens auch nicht. The stars look very different today, David. 

3. „David Bowie - Cracked Actor": Diese BBC-Doku aus dem Jahr 1975 sollte man unbedingt gesehen haben. Gedreht wurde sie in einer Zeit, in der Bowie schwer Kokain abhängig war. 

4. Wie viele Gesichter wohl schon mit einem Blitz verziert wurden? Viele! Doch es gibt nur ein Original, nämlich das Album-Cover zu „Aladdin Sane", 1973. Zu sehen ist Bowie als sein wohl bekanntestes Alter Ego: Ziggy Stardust.  

5. Immer wieder inszenierte Bowie sich neu, posierte in schrillen Outfits und erschuf schillernde Kunstfiguren. Dieses und viele weitere Kostüme entwarf er zusammen mit dem japansichen Designer Kansai Yamamoto für seine „Aladdin Sane"-Tour, 1973.

6. Immer wieder wurde über Bowies sexuelle Vorlieben spekuliert. Er selbst verstand das Spiel der geschlechtsübergerifenden Insznierung, der Verwandlung, dem Aufbrechen von konservativen Denkmustern. Einmal outete er sich als schwul, nur um Jahr später dann das Topmodel Iman zu heiraten, die gestern zur Witwe wurde. 

7. Die Faszination für das Spiel mit fremden Rollen lebte Bowie auch als Schauspieler aus. In Nicolas Roegs „The man who fell to earth" (1976) spielt Bowie in der Hauptrolle einen Außerirdischen, der zur Erde geschickt wird, um Wasser für seinen Planeten zu finden. Es folgen mehrere Nebenrollen in verschiedenen Produktionen. Wie Bowie selbst, sind auch seine cineatischen Werke und Auftritte immer außergewöhnlich, speziell, skurill. 

Für die Verfilmung von Christiane F.s „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" (1981) schrieb Bowie den Soundtrack. Zu dieser Zeit lebte er bereits seit einigen Jahren in Berlin, kannte die Stadt, kannte die Geschichte, kannte leider auch die dunkle Seite des Drogenrauschs.

8.  Genau das!

9. Auch in den vergangenen Jahren veröffentlichte Bowie immer wieder neue Songs und Alben. Wo fangen wir an, wo hören wir auf? Vielleicht mit „The Stars (Are Out Tonight)" aus dem Jahr 2013, mit Hollywood-Grazie Tilda Swinton im dazugehörigen Musikvideo. 

10. David Bowies neues und traurigerweise nun auch letztes Album ist erst vergangenen Freitag, an seinem 69. Geburtstag erschienen: „Blackstar".
Das hören wir heute rauf und runter und sagen: Danke, David, für alles! 

Vergangene Woche erschien seit letztes Musikvideo, das ihr euch hier ansehen könnt. 

Im dazugehörigen Song „Lazarus" heißt es gleich in der ersten Zeile: „Look up here, I'm in heaven." 

Credits


Text: Lisa Leinen 
Foto: Denis O'Regan/Idols