​Photography Hannah Thomson

5 Lebensweisheiten von Miuccia Prada

#1: Frage dich um 5 Uhr morgens, was dir wirklich wichtig ist.

von Alice Newell-Hanson
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16 November 2015, 2:55pm

​Photography Hannah Thomson

Als innovative Designerin, außergewöhnlich talentierte Geschäftsfrau und ehemalige Kommunistin, ist Miuccia Prada immer eine interessante Interviewpartnerin. Document Journal veröffentlichte eines ihrer bisher besten: ein Gespräch mit dem Kritiker und Autoren Alexander Fury. Die beiden haben sich offensichtlich gegenseitig inspiriert und ein sehr offenes und ehrliches Interview geführt. Hier sind die fünf besten Aussagen der Prada-Enkelin.


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"Die Welt neigt zum Banalen."
Nicht Miuccia Prada. Ja, es stimmt, auf den letzten Shows präsentierte sie Animal-Prints und Pink, weil das die Leute wollen. Aber in den Shows ging es darum, wieso Leute verrückt nach Animal-Prints und Pink sind. Ihre Losung ist "immer noch schlauer, noch schwieriger, noch komplizierter, noch interessanter oder noch neuer zu sein."

"Ich habe es immer geliebt und ich liebe es immer noch, mich schön anzuziehen. Das ist nichts Verwerfliches."
Sie sei Feministin und in den 1960ern war die Mailänder Modeindustrie ein schlechter Ort, um Feministin zu sein, so die Unternehmenschefin. Ihre Liebe für die Mode habe letztlich über theoretische Fragen bezüglich der Funktion von Mode gesiegt. "Ich wollte immer als Erste alles haben, ich wollte immer anders als die anderen aussehen."

"Ich bin gegen alles, was Frauen angeblich schön macht, das sage ich als Mensch."
Was ärgert sie besonders? Der Bias Cut. "Für mich persönlich gibt es nichts Unattraktiveres als eine schöne Frau in einem Kleid mit Bias Cut und Pailletten." Aber man sollte sich dafür hüten, ihre Mode Ugly Chic zu nennen. Die Enkelin des Firmengründers mag den Begriff "Ugly Chic" nicht.

"Ich entscheide mich immer für das Gegenteil!"
Wenn sie zum Beispiel als "Intellektuelle Designerin" bezeichnet wird, entscheidet sie sich dafür, "Queen of Stupid" zu sein. Sie hat genug vom Label der intellektuellen Designerin. "Das Klischee impliziert doch, dass man langweilig ist, dass man ernst ist und das hasse ich", sagte sie Alexander Fury.

"Ich denke mir um fünf Uhr morgens im Bett: 'Was ist dir wirklich wichtig'."
Diese Frage stellt sich die Italienerin immer, bevor sie eine neue Kollektion entwirft. Eine Saison lautete die Antwort: T-Shirts, nur weiße T-Shirts. Ob man nun eine 50-teilige Kleiderkollektion entwerfen muss oder nicht, die Frage ‚Was ist dir wirklich wichtig?' sollte sich jeder stellen.

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