im gespräch mit shura

Wir haben die Singer-Songwriterin und Produzentin getroffen und sprachen mit ihr darüber, wie sie sich fit hält und was sie Halloween macht. Wer den Kampf Shura vs. Justin Bieber gewinnen würde, hat sie uns auch verraten.

von Francesca Dunn
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27 Oktober 2015, 3:15pm

Seitdem ihrem verträumten Debüt „Touch" und dem dazugehörigen Musikvideo, in dem ihre Freunde miteinander herummachen, sind wir auf sie aufmerksam geworden. Danach kamen „Indecision", „White Light" und jetzt die brillante Zusammenarbeit mit dem jungen Produzenten Mura Masa, der ihren Vintage-Madonna-Sound nach Japan gebracht hat und um Flöten, Streicher und Calimba-Sounds ergänzt hat.

Ihre Follower heizt sie mit Aufnahmen aus dem sonnigen L.A. an, steht sie doch vor dem Start zur Welttournee, die bis Weihnachten andauern wird. Letzte Woche war sie in ihrer Heimatstadt London für einen fantastischen Auftritt auf der Calvin Klein Jeans-Party, die zusammen mit Tinder im Rahmen der #mycalvins-Kampagne stattfand. Wir haben die Chance genutzt und ihr ein paar Fragen gestellt.

Du kommst gerade aus Los Angeles.
Ja, bin ich letzte Nacht gelandet. Ich bin heute Morgen aufgestanden und einen Bootcamp-Training absolviert. Später werde ich auf der Bühne stehen und einfach nur sterben wollen.

Bitte nicht auf der Bühne.
Ich versuche es, jedes Mal nicht zu tun.

Magst du den Lifestyle dort?
Es ist so einfach, gesund und proaktiv zu sein. Jeder steht um 5 Uhr morgens auf, geht wandern, isst Grünkohl und trinkt frische Säfte. Das Wetter ist so gut, dass man das auch alles tatsächlich tun will. Hier in England leiden wir unter dem Regen und so etwas interessiert uns nicht. Ich hätte nichts dagegen, für sechs oder zwölf Monate dort zu leben. Aber ich würde englische Dinge wie Tee trinken vermissen und dann schauen mich die Leute in England nicht wie ein Alien an, wenn ich mit ihnen spreche, was sich Dingen wie der unterschiedlichen Aussprache von Engländern und Amerikanern beim Wort rasberry zeigt. Ich liebe Himbeeren, sie sind mein Lieblingsobst und ich habe letztes Jahr eine Allergie gegen Himbeeren entwickelt, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich zu viele davon gegessen habe.

Ich habe dein Foto für die #mycalvins-Kampagne gesehen und du bist wirklich durchtrainiert.
Das liegt an meinem Training. Aber im Ernst, auf Tour fit zu bleiben ist echt schwer, wenn man den ganzen Tag im Van sitzt und es Essbares nur an der Tankstelle gibt. Ich habe Fußball für Manchester City gespielt und habe Hockey für Nordengland gespielt, ich mag es, fit zu bleiben. Auch wenn ich (noch) nicht so durchtrainiert wie auf dem Bild bin. Das Bild ist eigentlich ein bisschen gruselig, aber es war zu gut, um nicht geteilt zu werden.

Das ist ein sehr attraktives Foto.
Ich kann mir vorstellen, dass es für viele ein wenig verwirrend sein könnte.

Wer würde den Kampf zwischen dir und Justin Bieber gewinnen? Du oder er?
Ich habe das Gefühl, dass er keine blauen Flecke davon tragen will, also dann ich. Ich bin ziemlich lebendig und kann unfair spielen. Ich werde beißen und kneifen. Ich möchte keinen Streit mit Justin Bieber anfangen, aber es wäre urkomisch. Vielleicht können wir beide Sumo-Anzüge tragen.

Das wäre doch ein tolles Musikvideo!
Stellt euch mal vor, wenn ich Justin Bieber in einem Sumo-Anzug kriegen würde. Das würde durchs Internet gehen! 

Deine neue Zusammenarbeit mit Mura Masa für „Love For That" ist so gut!
Ich bin ein großer Fan von ihm und wie sich herausstellte, ist er auch ein großer Fan von meinen Sachen. Wir hatten überhaupt keinen Plan. Er kam einfach vorbei und die Katzenbabys liefen herum und wir haben einfach auf dem Synthesizer herumgespielt. Nach einem Tag hatten wir die Idee und dann haben wir an einem anderen Tag die Vocals aufgenommen. Manchmal arbeitet man mit brillanten Köpfen zusammen, wo musikalisch die Chemie nicht stimmt. Aber mit ihm war es super einfach.

Ich finde es gut, dass der Song offline entstanden ist und nicht als E-Mail-Anhang.
Ich habe das E-Mail-Ding auch schon gemacht, aber es ist irgendwie langweilig und einsam, eine Topline alleine zu schreiben. Man möchte doch dabei sein, wenn jemandem Akkorde einfallen. Es ist schwierig, in den Vibe von jemandem zu kommen, der nicht physisch anwesend ist. Musik sollte doch um Zusammenarbeit gehen und darum, in die Gedankenwelt des anderen einzutauchen.

Du hast die Katzenbabys erwähnt. Wer kümmert sich um die, wenn du auf Tour bist?
Mein Zwillingsbruder, wir leben zusammen. Ich vermisse mein Kätzchen schon sehr, aber er schickt mir meistens ein Bild am Tag; meistens jammert Winnie oder Flump ist ein kompletter Idiot. Katzenbabys sind so süß, aber können auch ziemlich nerven. Man so aufpassen, dass sie sich nicht selbst umbringen. Ich bin schon so oft fast auf eins draufgetreten.

Hat Shura ihr Album fertiggestellt?
Nein, stillnotfinishedheralbum.com. Ungefähr 80 bis 90 Prozent davon sind fertig. Bis zum Ende des Jahres werde ich fertig sein. Die Website ist beste Sechs-Pfund-Ausgabe jemals für Polydor. Ich meinte nur, dass ich diese Idee habe, die euch 6 Pfund kosten wird. Sie waren damit einverstanden.

Was machst du Halloween?
Ich werde zum Konzert von Patti Smith gehen. Ich habe sie noch nie live gesehen, also werde ich wahrscheinlich weinen. Ich weiß nicht, ob ich mich verkleiden soll, oder nicht.

Vielleicht verkleidest du dich als Patti? Was würdest du tragen?
Eine lange, schwarze Perücke und ein weißes T-Shirt - im Prinzip das Cover von Horses.

Bitte tue es und poste dann die Ergebnisse auf Instagram. Welcher Account bekommt am meisten Insta-Love?
Wahrscheinlich der von NASA. Sie posten so unglaubliche Bilder von Weltall. National Geographic ist auch nicht schlecht.

Und ich habe die ganze Zeit meine Klicks an Musiker verschwendet.
Das ist nie ein verschwendeter Klick.

Auf Instagram kann man auf deinen Bildern erkennen, dass du dir ein neues Tattoo in L.A. stechen hast lassen.
Das war vielleicht schmerzvoll. Offensichtlich ist es allgemein bekannt, dass das Handgelenk eine ziemlich schmerzvolle Stelle ist, aber ich habe daran überhaupt nicht gedacht, bis es zu spät war. Mein Gesicht war bereits schmerzverzerrt. Ich habe jetzt insgesamt drei Tattoos und wollte an dieser Stelle schon immer eins. Ich war in L.A. und bin zu Shamrocka auf dem Sunset gegangen. Ich dachte mir einfach, wie cool es wäre, wenn ich meinen Enkeln davon erzählen kann, wenn sie vergessen haben, dass ich mal für ein paar Sekunden cool war.

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Credits


Text: Francesca Dunn
Foto: Vicky Grout
Haare und Make-up: Amanda Bell verwendete Pixi
Kleidung: Calvin Klein Jeans