Diese ikonischen Porträts haben die Rave-Kultur der Nullerjahre geprägt

Wir haben uns mit der Künstlerin Leeta Harding, die die visuelle Identität einer ganzen Ära mitgeprägt hat, über ihre Arbeiten und ihr Comeback unterhalten.

von Rory Satran
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24 August 2017, 2:14pm

In den frühen 2000ern hat Leeta Harding Stars wie Scarlett Johansson oder Kathleen Hanna für Magazin-Cover abgelichtet und sich mit ihren Vorbildern wie Jürgen Teller und Helmut Newton angefreundet. Sie hat die Welt von Marc by Marc Jacobs, Sonic Youth, des Index Magazine und der Stars der Kunstszene, die damals noch in Manhattan gelebt haben, hautnah miterlebt. Sie war eine der vielversprechendsten Fotografinnen mit Aussicht auf eine steile Karriere und gerade dabei, eine Einzelausstellung in Italien vorzubereiten, als sie erfuhr, dass sie an Gebärmutterhalskrebs erkrankt ist. Auf dem OP-Tisch durchlebte sie eine Nahtoderfahrung, in der sie ihren Körper von oben und ihr Leben danach aus einer völlig neuen Perspektive gesehen hat.

"Es war einer dieser What the fuck-Momente", erinnert sie sich heute. "OK. Ich muss das schaffen, und dann war es auch schon wieder vorbei — und ich war wieder eins mit meinem Körper."

Plötzlich stand hinter ihrem Traum als erfolgreiche Fotografin ein großes Fragezeichen. Ein paar Jahre vorher war Leeta aus Vancouver nach New York gezogen, um an der Kunsthochschule zu studieren. Das war 1996, einer Zeit, in der die Kunstfotografie immer noch stark von Männern dominiert wurde. "Es gab da nicht viel Platz für Frauen", erinnert sie sich. "Ich wollte reisen und neue Leute kennenlernen." Darin ist Leeta sehr gut: Mit neuen Leuten zusammenkommen.


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