Diese Body-Positivity-Trends haben 2017 ein Zeichen gesetzt

Von #cellulitesaturday bis #nophotoshop: Diese Hashtags überdauern hoffentlich die alljährliche Trendwelle.

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Aug. 30 2017, 12:50pm

Screenshot von Instagram

#hipdips

#hipdips sollte uns vor allem auf eines aufmerksam machen: Alles an unserem Körper ist ganz normal! Mit dem Hashtag offenbarten auf einmal viele Frauen, dass eine bestimmte Körperstelle sie lange Zeit verunsichert hatte. Und zwar die kleine Senkung unterhalb der Hüfte, die bei jedem unterschiedlich ausgeprägt ist. Komplexe passé: dieses vermeintliche Makel hat nämlich nichts damit zu tun, wie gesund dein Lifestyle ist, wie viel Avocado-Toast du isst und wie oft du Yoga praktizierst.


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#postitgeriljaen
Unter #postitgeriljaen klebten Social Media Nutzer Notizen an ihre Spiegel, um anderen Leuten mit motivierenden Zusprüchen wie "Being unique is better than being perfect" Mut zu machen. Body-Positivity-Anhänger sind schließlich Teil einer Community und keine Einzelkämpfer. Hinter dem Hashtag steckte die norwegischen Schauspielerin Ulrikke Falch, die den Anstoß für die zu Deutsch etwa "Post-it-Guerilla" gab.

#donthatetheshake
Bei allem Druck, den wir uns größtenteils selbst machen, bleibt oft etwas ganz Essentielles auf der Strecke: Die Freude am Leben. #donthatetheshake wollte genau dagegegen angehen. Unter dem Hashtag tanzten Frauen (und später auch Männer) ausgelassen und selbstbewusst, um zu zeigen, dass es nicht darauf ankommt, wie wir aussehen und was sich möglicherweise alles an unseren Körpern mitbewegt, wenn wir das Tanzbein schwingen und Spaß haben.

#cellulitesaturday
Die Body-positive-Aktivistin Kenzie Brenna rief #cellulitesaturday ins Leben, um in unser aller Bewusstsein zu rufen, dass Cellulite ganz normal ist — und unabhängig von Gewicht und Ernährung auftreten kann. Sofort folgten Tausende Menschen ihrem Aufruf und nutzten den Hashtag, um Fotos zu posten, auf denen sie sich nicht länger vor Bikinis und kurzen Kleidern fürchten mussten. Warum auch? Wir haben alle einen Beach Body.

#nophotoshop
Desigual machte es vor und zeigte zum ersten Mal eine Kampagne, bei der das Model Charli Howard nicht mit Photoshop bearbeitet wurde. Spätestens als Asos dem guten Beispiel folgte, war klar: Viele Leute wollen endlich echte Menschen sehen. Nicht zuletzt, weil man sich einfach viel besser vorstellen kann, wie man selber im neuen Bikini aussehen wird. Wir wünschen uns, dass noch weitere Labels in Zukunft auf diesen Zug aufspringen werden. Bei Body-Positivity geht es schließlich oft einfach genau um das: ein bisschen mehr Wirklichkeit im Leben.