Balenciaga wird von einer New Yorker Souvenir-Firma verklagt

City Merchandise wirft dem französischen Modehaus vor, "ihr Gesamtkonzept zu kopieren".

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Juli 31 2018, 9:15am

Foto: Balenciaga

Demna Gvasalia liebt es, das Vertraute neu zu interpretieren und zu gestalten. Zuerst war es das DHL-T-Shirt, dann die Ikea-Tasche. Jetzt ist es der "Multicoloured New York Bazar Shopper". Die bunte Tragetasche ist schnell zum Gegenstand einer Klage der New Yorker Firma City Merchandise gegen das spanische Modehaus geworden.


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City Merchandise freut sich aber nicht über die High-Fashion- Hommage – oder zumindest nicht über den Preis der Balenciaga-Interpretation, die für knapp 600 Euro zu haben ist. Bereits am Freitag reichte das Unternehmen Klage wegen Urheberrechtsverletzung bei einem New Yorker Gericht gegen Balenciaga ein.

In der Klageschrift bezeichnet das amerikanische Unternehmen das Design von Balenciaga als "ununterscheidbar" von seinem eigenen und wirft dem Modehaus vor, sich das "Gesamtkonzept und -gefühl" anzueignen. Als Unterstützung für ihre Argumentation führen die Anwälte von City Merchandise andere Design-Beispiele von Demna für Balenciaga und Vetements an. Darunter auch Balenciagas umstrittene Ikea-Tasche, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht.

Dass Modelabels sich bei Ideen anderer bedienen, ist nicht neu. Wie beliebt dieser Trend ist, zeigt der Instagram-Account Diet Prada, der sich mit geklauten Designs auseinandersetzt. Einfache Alltagsgegenstände werden heutzutage zu Luxusgütern und sollen uns zum Nachdenken anregen, was Massenkultur und Luxus heutzutage eigentlich noch bedeuten. Eins steht fest: Die Grenzen verschwimmen zunehmend.