endlich! barbie ist jetzt eine feministische hackerin

Macht Platz, Brogrammer! Barbie als Spieleentwicklerin ist viel cooler, als du denkst.

von Hannah Ongley
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20 Juni 2016, 9:05am

mattel

Bereits letztes Jahr verzückte Mattel die weibliche Programmierszene: Der Barbie-Hersteller brachte das Buch Barbie: I Can Be A Computer Engineer auf den Markt. Dass Programmieren und Coden keine reine Männerdomäne ist, sollte mittlerweile jedem klargeworden sein. Musikerin Robyn und Model Karlie Kloss haben Initiativen ins Leben gerufen, um junge Mädchen fürs Programmieren zu begeistern und Ängste zu nehmen. Die Barbie-Geschichte schien auch in die Richtung zu gehen: Barbie programmiert ein Computerspiel. Mit niedlichen Welpen sollten Mädchen lernen, was sie alles mit Computern machen können. Doch unsere Euphorie wurde schnell getrübt, als klar wurde, dass Barbies männliche Freunde dann doch wieder das Programmieren für sie übernehmen würden. „Ich brauche die Hilfe von Steven und Brian, um daraus wirklich ein Computerspiel zu machen", sagt sie enttäuschenderweise an einer Stelle zu Skipper. Das ließ Kathleen Tuite, selbst Informatikerin, nicht los. Sie rief die Website Feminist Hacker Barbie ins Leben, bei der User mithelfen konnten, die Fehler im Buch zu korrigieren.

Warum die neuen Barbies so wichtig sind, erklären wir euch hier.

Jetzt hat Mattel auf die Kritik reagiert: In der „Du kannst alles sein"-Serie gibt es eine Barbie mit dem Job Spieleentwicklerin. Das gab Barbie letzte Woche auf Twitter bekannt.  

Barbie als Spielentwicklerin hat rote Haare, trägt eine Nerdbrille, monochrom-weiße Sneaker und ein T-Shirt mit dem Slogan „Breaks the Fashion Code". Doch das absolute Highlight von Spieleentwickler-Barbie ist hier Laptop: Er hat die gleiche Farbe wie der von Steven und Brian und auf dem Bildschirm ist sogar ein echter Code zu sehen. Die Kollegen von Slate vermuten, dass es sich dabei um die Programmiersprache Alice handelt, ein Tool, um programmieren zu lernen, was zu ActionScript oder Haxe führt. Als nächsten Schritt sollte es die Spieleentwicklerin-Barbie auch in einer Vielzahl von unterschiedlichen Körpertypen und mit unterschiedlichen Hautfarben geben. 

Credits


Text: Hannah Ongley
Fotos: via Mattel

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