Britney Spears spricht offen über ihren Zusammenbruch 2007

In einem neuen Interview hat die Popikone darüber gesprochen, was es bedeutet, ein Teenie-Popsternchen zu sein.

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Sep. 2 2016, 8:35am

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Britney Spears wieder im Rampenlicht steht. Doch dieses Mal scheint es ihr zu gefallen. Das war nicht immer so. In den 2000ern herrschte auf die amerikanische Popprinzessin eine mediale Hetzjagd und die Öffentlichkeit war live dabei, als Britney Nervenzusammenbrüche hatte und unter der Last des Promidaseins zusammengebrochen ist. Eine Hetzjagd, die trotz ständiger Bitten von Britneys Seite, es sein zu lassen, und von den Paparazzi ständig ignoriert wurden, stattgefunden hat. Damals war die öffentliche Debatte rund um das Thema psychische Erkrankungen noch längst nicht so weit wie heute und nur wenige Medien haben Rücksicht auf Spears innere Verfassung genommen.

Britney scheint es heute besser denn je zu gehen und sie kann über die Ereignisse 2007 sprechen. In einem neuen Interview mit der amerikanischen Marie Claire spricht die Sängerin darüber, wie die Angstzustände über Hand genommen haben: "Ich bin schon sehr früh nach Los Angeles gezogen. Ich wurde ständig überwacht. Wenn auch nur ein Haar nicht perfekt gesessen hat, wurde ich panisch. Ich wurde wegen so vieler Dinge panisch und angespannt."

Nachdem die Probleme mit den Angstzuständen in aller Öffentlichkeit außer Kontrolle gerieten, hat sich Britney eine Auszeit genommen und sich auf ihre Familie konzentriert. "Mutter zu werden und Zeit mit meinen Jungs zu verbringen, hat mir so sehr dabei geholfen, mich selbst mehr zu akzeptieren", erklärt sie in dem Interview weiter. "Ich bin ihre Mutter, egal was kommt. Das ist mir in den letzten Jahren sehr wichtig gewesen." Britney-Fans haben darauf mit einer Sympathiewelle reagiert und freuen sich, dass es der Sängerin heute besser geht.

Wir leben heute in einer anderen Zeit: Heute werden Prominente dafür gefeiert, wenn sie offen über ihre psychischen Probleme sprechen und sie werden nicht mehr—wie damals—vorgeführt und verspottet. Britney ist längst nicht die einzige: So das Model Cara Delevingne Anfang des Jahres offen über ihre Depression gesprochen. Selena Gomez hat vor Kurzem angekündigt, dass sie eine Auszeit von einem Jahr nimmt, um sich ihrer Depression und ihren Angstzuständen, die sie nach der Diagnose Lupus entwickelt hat, zu widmen. Zayn Malik hat im Juni einen Auftritt abgesagt, weil er unter Angstzuständen leidet. Der Großteil der Fans hat mitfühlend und verständnisvoll reagiert. Hoffentlich führt das dazu, dass sich die jungen Fans selbst ermutigt fühlen, mit ihrer Umgebung offen über ihre eigenen Probleme zu sprechen.

Wenn du selbst in einer seelischen Krisensituation stecken solltest: Es gibt kostenlose Hilfsangebote wie die örtlichen Kinder- und Jugendnotdienste oder die Nummer gegen Kummer. Mehr Informationen und Hilfsangebote findest du auch auf der Website der Stiftung Deutsche Depressionshilfe .