beyoncé meldet sich endlich zum lemonade-urheberrechtsstreit

An alle, die Queen B. gedanklich schon vom Thron schubsen wollten: So lasset sie dort oben! Oder?

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27 Juli 2016, 8:30am

Nachdem sich Mitte Juni der Regisseur Matthew Fulks zur Wort gemeldet hatte, und die Sängerin des Szenen-und Ideenklaus beschuldigt hatte, hat sich Queen B nun selbst zu Wort gemeldet. Laut ihm soll die Sängerin insgesamt neun Filmsequenzen aus seinem Kurzfilm Palinoia für ihr visuelles Erfolgsalbum Lemonade übernommen haben, darunter unter anderem: „Personen im roten Licht mit abgedunkelten Augen", „Füße auf der Straße" und „Personen mit dem Kopf nach unten blickend". 

Wer sich näher damit beschäftigen möchte, kann die komplette Anklage hier nachlesen. Auch in dem Dokument nachzulesen, ist Fulks Anschuldigung, dass er von Beyonces Plattenfirma angefragt wurde, ein Musikvideo für die Band MR MRS zu drehen, wofür er sein komplettes Videomaterial Palinoia von zur Portfolio-Ansicht zur Verfügung stellte. 

Jetzt melden sich Beyoncés Anwälte zur Wort und betonen, dass Lemonade von einer „afro-amerikanischen Frau handelt, die eine Beziehung emotional verarbeitet. Es gehe um Misstrauen, Verleugnung, Wut und anschließende Versöhnung"—während Fulks Kurzfilm von einem „weißen, verzweifelten Mann handelt, der eine Beziehung emotional verarbeitet." Nun gut.

Fakt ist allerdings, dass Fulks Anschuldigungen so vage sind, dass sie kaum nachzuvollziehen sind. Mit rotem Licht zu arbeiten ist nichts neues, dass Menschen gerade in emotional instabilen Situationen mit gesenktem Kopf durch die Straßen schleichen, auch nicht. Wir halten euch auf dem Laufenden. 

Credits


Text: Lisa Leinen
Foto: Screenshot von YouTube aus dem Video „LEMONADE Trailer / HBO" von Beyoncé