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Sind das die am besten kuratierten Instagram-Accounts der Welt?

Er hat sechs Instagram-Accounts mit insgesamt knapp drei Millionen Followern: Wenn sich einer mit der Kunst des Kuratierens auskennt, dann Jordan Watson.

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Apr. 16 2018, 9:31am

Foto: Collage via i-D UK

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Jordan Watson ist der King of Instagram. Ein Mensch, sechs Accounts, 2.989.700 Follower. Diese Zahl muss man erstmal sacken lassen. Es hat ihn irgendwann gelangweilt, persönliche Dinge zu posten und sich anzuschauen. Selfies, Bilder von Sonnenuntergängen, Avocados auf Weißbrot – eben die tödlich langweiligen Sachen, von denen einige denken, dass sie andere interessieren. Spoiler: Tun sie nicht. Wirklich nicht.


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Also fing Jordan an, Fotos von Kunst zu sammeln: zeitgenössische Kunst, Popkultur, Hochkultur, Bildhauerei, Fotografie, Digital Manipulationen und Performance-Kunst. Er postete seine Fundstücke auf dem Account @love.watts, eine Art digitales Tagebuch. Danach kam @watts.on, ein Account für Mode und Lifestyle, den er zusammen mit seiner Partnerin Aureta Thomollari, aka @Aureta, kuratiert. Auf dem Account@watts.placegeht es dagegen um Inneneinrichtung und Design. Auf @watts.coins gibt es Bilder rund um das Thema Bitcoins und Kryptowährungen. @rollthis.passthat ist für den Mix aus Cannabis und Kunst bekannt. Und zu guter Letzt @watts, hier geht es um Jordan Watson selbst.

"Ich bin ein digitaler Kurator", so Jordan. "Ich kann davon leben, schöne Bilder zu kuratieren. Das ist kein Job im klassischen Sinne, aber er gefällt mir. Meine Accounts kann man mit einzelnen Galerien vergleichen. Wir sehen jeden Tag so viele Bilder, da fällt es leicht, den Überblick zu verlieren. Ich wollte meine Gedanken ordnen. Jeder Account wurde größer und hat immer mehr Follower angezogen. Das ist alles eine Frage von Zeit und Motivation. Ich investiere viel Zeit in die Accounts." Jordan sieht die Bilder auf Plattformen wie Instagram, Tumblr und Kunstblogs, aber auch von den unzähligen Einsendungen, die ihn erreichen.

"Ich liebe schöne Dinge", sagt er. "Natur, technologische Innovationen, Bildschirmhintergründe. Egal was. Mich beruhigt es irgendwie, dass ich immer beschäftigt bin. Eigentlich bin ich auf der ständigen Suche und teile mit anderen, was mich inspiriert. Darum geht es ja auch." Und Jordan übertreibt nicht, wenn er sagt, dass er schöne Dinge liebt. Beispiele sind dieses geheime Baumhaus-Resort oder diese digital bearbeitete Berglandschaft. Es gibt auch verrücktere Sachen wie feuerrote Schamhaare, Hunde, die Masken tragen oder was auch immer das hier ist. Seine Accounts sind kurz gesagt digitale Schatztruhen voll mit schrägen und wunderschönen Dingen.

"Ich wähle Bilder aus, die die meisten Leute nicht in ihrem Alltag sehen", sagt er. "Das ist mir wichtig. Ich hoffe, dass ich andere dazu inspirieren kann, kreativ zu sein, was auch immer sie tun. Meinen Followern ermögliche ich jeden Tag eine kostenlose Ausstellung, so schulen sie ihr Auge."

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.

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