Anzeige

Diese Fotoserie ist die Antwort auf deine Social-Media-Ängste

Fotograf Ben Simpson zeigt Menschen so, wie sie sind – und nicht das vermeintlich perfekte Abbild in der digitalen Welt.

von John Buckley; Fotos von Ben Simpson
|
Aug. 28 2018, 11:01am

Collage über i-D Australia / New Zealand

Schönheitsideale haben nichts mehr in der Gegenwart zu suchen. Erst recht nicht in den sozialen Netzwerken. Mit seiner neuen Fotoserie zeigt Ben Simpson Menschen so, wie sie sind und nicht ihr kuratiertes und gefiltertes Abbild. Der australische Fotograf findet, dass es höchste Zeit ist, Schönheitsideale ein für alle Mal zu beerdigen.


Auch auf i-D: Was für einen Einfluss die Musik auf das Verständnis von Schönheit haben kann


Um selbst etwas dafür zu tun, hat er in den letzten zwei Jahren an einer Fotoserie rund um die Themen Individualität und Bodypositivity gearbeitet und seine eigene Interpretation von Schönheit im Jahr 2018 erkundet: "Einfach du selbst zu sein." Das wollten wir genauer wissen.

Worum geht es in deiner Serie?
Durch die sozialen Netzwerke entwickeln Menschen neue Ängste. Früher hatten viele Leute soziale Phobien, heutzutage nehmen wir diese Ängste mit nach Hause. Ich will mit meiner Fotoserie zeigen, dass Individualität und Natürlichkeit die beiden Dinge sind, die wirklich schön sind. Ich möchte Menschen glücklich machen und sie dazu ermuntern, sie selbst zu sein. Es bringt nichts, sich zu verstellen und zu versuchen, so zu sein, wie die sozialen Netzwerke das von einem erwarten.

Warum sind deine Models nackt?
Es sollte nichts mit Mode zu tun haben, Stil ist zeitlos. Ich will die Menschen erreichen, die sich nicht ständig für die neuesten Trends interessieren. Außerdem ist es viel persönlicher und ehrlicher, Menschen nackt zu fotografieren. Ich dokumentiere die Menschen, wie sie sich an dem Tag fühlen – und sexualisiere sie nicht.

Anzeige

Was ist deine eigene Einschätzung von der Modebranche?
Ich versuche nicht, die Welt zu verändern. Ich möchte einfach, dass sich Menschen besser fühlen. Ich arbeite seit zehn Jahren in der Branche und wollte einfach etwas Positives kreieren. Es war an der Zeit, endlich an etwas zu arbeiten, das mir persönlich wichtig ist. Die Mode verändert sich langsam, aber sicher grundlegend zum Besseren. Auch in der Mode kommt es langsam an, dass es nicht nur einen Typ Frau gibt.

@bensimpson

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der australischen Redaktion.

more from i-D