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Mit diesen Fotografien träumst du dich zurück in den Sommer

Chad Moores aktuelle Ausstellung "Too Late, So Soon" wird nicht nur Erinnerungen an deinen letzten Urlaub wachrufen.

von Georgie Wright; Fotos von Chad Moore
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Dez. 4 2017, 10:27am

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.

Der Sommer ist vorbei und dein luftiges Lieblings-Sommerkleid hängt ganz hinten im Schrank. Es ist dunkel, und das irgendwie die ganze Zeit. Du hast ständig Hunger und auf nichts so richtig Lust.

Wir kennen dieses Gefühl nur allzu gut, aber für einen kurzen Augenblick kannst du dir dank Chad Moores neuester Ausstellung Too Late, So Soon diese berauschende Freiheit zurückholen, die sich während der warmen Monate in dir breit gemacht hat.

Tereza (Floating)

Chad kommt eigentlich aus Florida, wo er sein BWL-Studium geschmissen hat, um als Assistent von Ryan McGinley zu arbeiten. Seitdem hält er die Höhepunkte des Erwachsenwerdens und Ausgehens, Sich-Betrinkens und erster sexueller Erfahrungen fest. Auf seinen Fotos sind Menschen zu sehen, die ästhetisch ansprechende Dinge tun – die in Sonnenlicht getauchte Petra Collins, Lili Sumners Zahnlücken-Grinsen oder auch Ali Michaels Augenrollen. Es sind Momentaufnahmen von der Vergänglichkeit der Jugend.


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In seinen vergangenen Ausstellungen waren das New Yorker Coming-of-Age, kuschelnde Paare auf Klappsofas in Paris und mit Larry Davids Namen tätowierte Knie zu sehen. Doch die aktuelle Ausstellung des Amerikaners ist ganz klar von seinen Reisen nach Europa inspiriert worden: An den Küsten hält er die Augenblicke und fantastischen Himmel auf körnigen Nahaufnahmen fest. "Ein Großteil meiner Arbeit entsteht in New York, aber diesen Sommer hatte ich die Gelegenheit, an einige unerwartete Orte zu reisen", erklärt Chad. "Es sind nicht nur Porträts, sondern auch Landschaften und Himmel. Ich glaube, dass die Ausstellung ruhiger ist als meine bisherigen."

Athena (Eye)

Und das auf die Art, die man sonst nur von Sommertagen kennt, an denen man nichts tun und nirgendwo hin muss. Trübe Abenddämmerungen, nachts im Meer schwimmen, verkaterte Morgen, Vormittage am Strand und Abende, die im verschwommenen Durcheinander aus Haaren und Körpern gipfeln. "Es geht um das Gefühl, dass man diesen Moment nie wieder erleben wird", sagt Chad. "Manche Leute haben dieses gewisse magische Etwas, eine Art Feingefühl, das man nicht wirklich beschreiben oder verstehen kann, und ich finde, dass Fotografie eine Möglichkeit ist, dieses Gefühl festzuhalten. Mich fasziniert das Unbekannte."

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Seine Fotos sind bestechend frei, rufen aber gleichzeitig gemischte Gefühle in uns hervor – einerseits ist man glücklich darüber, was man erlebt hat, andererseits traurig, weil es vorbei ist. Die sogenannte Nostalgie also. Chad fügt aber hinzu, dass die allgegenwärtige Dunkelheit dieser Jahreszeit nicht nur Schlechtes hat. "Ich liebe es, wenn es im Winter in New York nachts schneit. Es ist so unglaublich ruhig."

Too Late, So Soon ist bis zum 6. Januar 2018 in der Galerie du Jour Agnès b in Paris zu sehen.

Mico and Fausto (Hug)
Tereza (Blue Moon)
Sunrise (Spain)
Melissa and Sasha (Kiss)
Tess (Disco)
Night Sky (Rose 2)
Sasha (Pink Blur)
Mattituck (Sky)
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