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Wir sind heute erst mit 24 erwachsen, sagen Forscher

Das erklärt, warum du ständig deine Mutter anrufst.

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Sep. 11 2018, 8:34am

Screenshot via YouTube

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18 zu werden, ist ein magisches Alter. Du kannst endlich wählen gehen, harten Alkohol trinken (auch wenn du das schon längst gemacht hast), dir eine Kreditkarte zulegen und für lauter andere großartige Dinge Unmengen an Geld ausgeben. Laut einer neuen Studie der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet sind wir in diesem Alter aber noch lange nicht erwachsen. Deine Pickel sind zwar endlich verschwunden, aber geistig gehörst du heute erst mit 24 zum Club der Erwachsenen.


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Um ehrlich zu sein, bestätigt dieses Ergebnis nur das, was unsere Eltern schon längst wussten. Die Studie mit dem Titel "Age of Adolenscence" wurde von den beiden medizinischen Fachzeitschriften Lancet Child und Adolescent Health herausgegeben. Darin heißt es, dass die Adoleszenz durch die Veränderung von sozialen Erwartungen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angehalten werde. Immer weniger Mittzwanziger können sich mit den gängigen Kennzeichen der Adoleszenz identifizieren. Darunter fallen Dinge wie heiraten, sich ein Haus kaufen, einen Vollzeit-Job und Kinder haben. Auch soziale Medien tragen dazu bei, indem sie einen unangefochtenen Platz in unserem Leben einnehmen. "Noch nie dagewesene gesellschaftliche Kräfte, dazu gehören auch Marketing und digitale Medien, haben einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden, vor allem über genau diese Jahre hinweg", sagt einer der Autoren.

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Die Medien lieben es Millennials als verkümmerte Generation darzustellen – diese Studie scheint diesem Vorurteil nur beizutragen. Die amerikanische Medienorganisation NPR hielt eine 20-minütige Show über das Phänomen "Man Child", die New York Times porträtierte Millennials als Kapitalisten hassende Radikale und Pew Research hat herausgefunden, dass mehr Erwachsene heutzutage noch bei ihren Eltern wohnen. Ergebnisse, die nicht wirklich überraschen. Trotzdem sollte an dieser Stelle angemerkt werden, dass junge Erwachsene heute mehr Empathie, Hilfe und vor allem Verständnis verdienen, wenn es darum geht, diese Angst einjagende und komplexe Welt des Erwachsenwerdens zu betreten.

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der amerikanischen Redaktion.

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