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8 schaurig-schöne Horrorfilme, die von Frauen gemacht wurden

Von nicht wirklich niedlichen Katzen bis zu Vampiren im Donut-Laden: Unsere Vorschläge für ein crappy, happy Halloween!

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Okt. 27 2017, 11:26am

Screenshot von YouTube aus dem Video "Jennifer's Body (1/5) Movie CLIP - I Am A God (2009) HD" von Movieclips

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.

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Die Dekorationen in den Supermärkten können nicht trügen: Halloween steht mal wieder vor der Tür. Damit wird es höchste Zeit für die jährliche Dosis an Horrorfilmen. Aber keine Sorge, auch wenn gerade viel über den Sexismus in Hollywood (und nicht nur da) geschrieben wird, gibt es viele Filme, in denen Frauen im Mittelpunkt stehen oder sogar von welchen gemacht wurden. Vor allem das Horror-Genre gehört zu den Filmgattungen, in denen sich die Darstellung der weiblichen Hauptfiguren weiterentwickelt hat: Anstatt die hilflosen, schreienden Opfer zu sein, stehen die Frauen in den Filmen der Horror-Renaissance im Mittelpunkt der Handlung.


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RAW von Regisseurin Julia Ducournau aus dem letzten Jahr über eine militante Vegetarierin, die Gefallen an Blut findet, ist ein Beispiel aus einer langen Liste an fantastischen Horrorfilmen von Regisseurinnen, darunter Babadock (Jennifer Kent), Girl Walks Home Alone At Night (Ana Lily Amirpour) und American Psycho (Mary Harron). Wir haben eine Liste für dich mit noch mehr schrägen, wundervollen und düsteren Filmen zusammengestellt, von denen du gar nicht wusstest, dass sie von Regisseurinnen stammen – oder dass es sie überhaupt gibt.

Friedhof der Kuscheltiere, Mary Lambert, 1989
Mary Lambert ging auf die Rhode Island School of Design und gehörte zum dem Kreis an Künstlern, aus dem später die Talking Heads hervorgehen sollten. Sie drehte Musikvideos für Madonna und Janet Jackson, als sie von Stephen King gefragt wurde, ob sie seinen Roman Friedhof der Kuscheltiere verfilmen würde (er war Madonna-Fan). In diesem hat eine der schrecklichsten Katzen der Filmgeschichte ihren Auftritt, und Stephen King ist sogar selbst in einem Gastauftritt zu sehen. Mittlerweile zählt der Film zu den Klassikern des Horror-Genres, dem sogar eine eigene Dokumentation gewidmet wurde.

Slumber Party Massacre, Amy Holden Jones, 1982
Der Titel verrät es schon: eine Gruppe attraktiver Studentinnen (alle von Sportlerinnen gespielt) kämpfen gegen einen Mörder mit einer riesigen Bohrmaschine, deren Batterie unglaublich lange hält. Diese Parodie auf das Slasher-Genre wurde von Regisseurin Amy Holden Jones inszeniert; das Drehbuch stammt von der Frauenrechtsaktivistin Rita Mae Brown, die nicht ganz so glücklich mit den Änderungen am Drehbuch war. Den Film kann man sich aber trotz der langen Duschszene immer noch anschauen. Die Girls sind alle smart, tough und alles andere als machtlose und ängstliche Mäuschen.

The Hitch-hiker, Ida Lupino, 1953
Auch wenn der Film kein Horrorfilm im heutigen Sinne ist, muss dieser Thriller unbedingt auf diese Liste. Es ist der erste Film noir der Pionierin Ida Lupino, die nicht nur Schauspielern war, sondern auch Regisseurin und Produzentin. Als Frau in den 50ern so einen Film in Hollywoods Studiosystem zu realisieren, war und ist bis heute eine große Sache. Hitchcock, who?

Jennifer's Body, Karyn Kusama, 2009
Nach ihrem Erfolg mit Juno liefert Drehbuchautorin Diablo Cody mit Jennifer's Body eine übernatürliche Horrorcomedy mit dem Megastar der 2000er: Megan Fox. Als ein satanisches Ritual schief läuft, beginnt die Mordserie von Megan Fox' Figur. Ihre Opfer: die Jungs aus ihrer Klasse. Wenn du mal wieder Verlangen nach einem echten Highschool-Drama hast, dann empfehlen wir dir definitiv diesen Film.

Organ, Kei Fujiwara, 1996
Die japanische Regisseurin Kei Fujiwara spielte 1989 in dem Kult-Horrorfilm Tetsuo: the Iron Man mit, bevor sie mit Organ ihren eigenen Film gedreht hat. Dafür hat sie nicht nur das Drehbuch geschrieben, sondern auch Regie geführt und die Produktion übernommen. Und auch das ist noch nicht alles: sie spielt sogar selbst darin mit, und zwar die eine Hälfte eines Zwillingspaares, das Organe klaut. Eine Warnung sei an dieser Stelle angebracht: der Film ist ziemlich gewalttätig, sie schneiden ihre Opfer auf, während diese noch am Leben sind. Ein echter Leckerbissen für eingefleischte Horrorfans.

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Office Killer, Cindy Sherman, 1997
Ja, Cindy Sherman hat auch mal was anderes gemacht, außer für deinen Lieblings-Instagram-Account zu sorgen. Sie hat einen Spielfilm gedreht, der ihr erster und leider auch ihr letzter Ausflug in die Welt des Films blieb. In Office Killer geht es um eine Büromaus, die ihre Kollegen umbringt (was wir manchmal verstehen können). Die farbigen Kostüme, das Setdesign und das dramatische Licht in den absurden und comichaften Szenen sind die Übersetzung ihrer eigenen Fotografie auf die Leinwand. Die Kritiker bei Rotten Tomatoes hassen den Film, aber das ist ja oft auch mal ein gutes Zeichen.

Blood and Donuts, Holly Dale, 1995
Die meisten Menschen bevorzugen eine Tasse Kaffee zu ihren Donuts, aber eben nur die meisten. Kanadische Vampire, die nach einem langen Schlaf die ganze Nacht in einem Donut-Laden gefangen sind, müssen sich mit ihrer untoten Freundin und einem Gangsterboss (gespielt von David Cronenberg) herumschlagen. Auch wenn sie Blutsauger sind, kann man Kanadier nur sehr schwer nicht mögen.

Blood Diner, Jackie Kong, 1987
Bei diesem Film weiß man gar nicht so recht, wo man anfangen soll. Zwei Brüder betreiben ein cooles vegetarisches Café in Downtown LA und zerstückeln ihre Opfer, um eine alte antike Göttin zum Leben zu erwecken. Und das war noch längst nicht alles. Die vielen Skurrilitäten, vom toten Onkel, der als sprechendes Gehirn in einem Glas sein Dasein fristet, über den besten Freund, der ein Diner hat, aber eben auch eine Dummy-Puppe ist, sind nur ein paar Themen, die die vielen Fans des Kultfilms heiß diskutieren. Aber was will man mehr für ein crappy happy Halloween?

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