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So ehrlich und ungezwungen sieht das Erwachsenwerden aus

Jacob John Harmer zeigt in seinen Fotografien die Frustration, "alt genug zu sein, um all die Dinge des Erwachsenwerdens zu erforschen, aber nicht erfahren genug, um mit ihren Konsequenzen umzugehen."

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Juni 6 2018, 8:17am

Photography Jacob John Harmer

"Mir geht es um das Schöne im Naiven. Die Zeit in unserem Leben, in der du es kaum mehr erwarten kannst, erwachsen zu werden und doch bist du so unglaublich unsicher, was die Zukunft für dich bereithält", erklärt Jacob John Harmer. Mit seiner Serie Lost Ones geht der in London lebende Fotograf genau diesem Gefühl nach.

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Normalerweise sehen wir Stars wie A$AP Rocky und Adwoa Aboah auf seinen Bildern. Dieses Mal geht es Jacob aber um etwas anderes: Er hat nach einer Möglichkeit gesucht, um sich mit all den Fremden zu verbinden, die seinen Weg kreuzen. Das hat ihn zurück in seine Heimatstadt Hastings gebracht, wo er die Kids an einem lauen Sommerabend mit der Kamera begleitet hat. Herausgekommen sind Momentaufnahmen des Alltags von Teenagern, die so wunderschön ehrlich und schmerzvoll zugleich sind.


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Diese besondere Art von Langeweile kommt den meisten von uns mit Sicherheit bekannt vor – vor allem denjenigen, die jenseits des bunten Großstadtlebens aufgewachsen sind. Es fühlt sich an, als wäre die Zeit stehen geblieben, die Aussicht auf ein Entkommen weit entfernt.

Seine Motive sind alle "alt genug, all die Dinge des Erwachsenwerdens zu erforschen, aber nicht erfahren genug, um mit ihren Konsequenzen umzugehen." In Lost Ones vermischt sich so das Gefühl von Optimismus mit dem von Beklommenheit. "Die berauschende Aufregung einer Reise ins Ungewisse."

"Ich habe ein Jahr lang für die Serie gebraucht, sehr viel länger als erwartet. Mit jedem Besuch in meiner alten Heimat hat sich die Freundschaft mit den Kids auf den Bildern gefestigt. Das hat mir ermöglicht, die ehrlichen und ungezwungenen Momente ihres Lebens einzufangen. So wurde ich immer mehr zum Teil ihrer Gang. Auch wenn die Zeit vieles verändert: Manches ändert sich nie – so wie diese ungewöhnliche Verbindung, die ich zu meiner Vergangenheit in dieser Stadt habe."

@jacob_john_harmer

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.

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