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wolfgang tillmans porträtiert russlands queere community

Letztes Jahr reiste Wolfgang Tillmans nach Russland, um in St. Petersburg Mitglieder der russischen LGBT-Community zu treffen. Dort traf er auf eine inspirierende Gruppe von jungen Männern und Frauen, die ihre Jobs dafür riskieren, um etwas zu ändern...

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Mai 13 2015, 1:55pm
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Seit 2006 hat Russland unter Wladimir Putin die Rechte der LGBT-Community in Russland Schritt für Schritt eingeschränkt und als Wolfgang Tillmans letztes Jahr für die Manifesta 10 nach Russland kam, die in St. Petersburg stattfand, wusste er, dass er ein Statement setzen muss. St. Petersburg war immer einer von Russlands liberaleren Orten, aber dann begannen sich die homophoben Gesetze übers ganze Land auszubreiten. Der Petersburger Bürgermeister sagte sogar: „Zu Hause und in den schwule Nachtclubs (den Müll-Orten, wie sie diese nennen) können die machen, was sie wollen. Aber es ist ihnen verboten, das auf den Straßen zu tun."

„Ich musste einen Weg für einen Kommentar finden", erklärt Wolfgang. „Zwei Fotos von hässlichen und neuen orthodoxen Kirchen, die von der Regierung gebaut wurden, wurden Teil der Ausstellung. Ich fotografierte auch den Fernseher in meinem Hotelzimmer in St. Petersburg als Symbol für Zensur und für den potenziellen Verlust der Verbindung."

Der deutsche Fotograf wollte auch am Petersburger CSD teilnehmen, der dann aber der russischen Regierung zum Opfer fiel. Das russische Gesetz mit dem Verbot der „homosexuellen Propaganda gegen Minderjährige" dient als Deckmantel für alle Arten von homophoben Verhalten, für die Polizei als Vorwand, um Demonstranten zu attackieren, als Ermutigung von Selbstjustiz durch den Mob und als Mittel, um alle Demonstrationen und LGBT-Veranstaltungen zu unterbinden. „Ich fühlte mich schlecht, dass ich nicht schon während der Manifest mit der [LGBT-]Community in Verbindung war. Also wandte ich mich an Amnesty International, damit ich diese Porträts machen, die Leuten treffen und mit ihnen sprechen konnte", sagt er.

„Das sind nicht die Aushängeschilder der LGBT-Bewegung, sondern ganz normale Leute, die bereit waren, sich fotografiert zu lassen", betont er. „Keiner von ihnen hat eine heroische Straßenkampfrhetorik. Im Westen hat diese Art Aktivismus immer etwas Heroisches und Subversives. Als ich anfing, mich für verschiedene Formen von Aktivismus in Deutschland und in England zu interessieren, stellte ich fest, dass es immer etwas mit Style zu tun hat. Es ist interessant zu sehen, dass sich die Aktivisten in einer Umgebung, die so gefährlich ist, nicht um die Ästhetik und die Coolness eines Kampfes für die Sache kümmern können, sondern sie sich stattdessen auf das Problem an sich konzentrieren müssen."

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Die resultierenden Bilder zeigen jedoch die Angst, ein Leben zu führen, in dem man nicht offen schwul sein kann und in dem LGBT-Märsche ständig von Banden angegriffen werden. Letztes Jahr gab es über 300 homophobe, von Human Rights Watch registrierte Angriffe und deprimierenderweise nur ein paar Verfahren, die darauf folgten. Das sind Fotografien, die eine stille Hoffnung, eine Entschlossenheit, die Situation zum Besseren zu verändern, und eine Hingabe, das zu tun, was richtig, zeigen.

„Ich finde es bewundernswert, [dass sie] immer weitermachen, angesichts dieser echten Gefahren. Ich war noch nie in einer solchen Situation", sagt Tillmans. „Mein ganzes Leben fand in einem politischen und kulturellen Kontext statt, der immer freier wurde. Ich nehme an, dass ich es einfach selbst sehen wollte und selbst mit Leuten sprechen wollte, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie es sich anfühlt, so leben zu müssen. Wenn du Leute triffst, wird alles weniger schwarz und weiß. Du hörst all diese Horrorgeschichten, aber es gibt immer Hoffnung. Es gibt diese schrecklichen Dinge, aber wo es Leute gibt, gibt es Hoffnung. Das wünsche ich mir von meinen Fotografien, dass sie der Hoffnung und Solidarität eine Stimme geben."

Wolfgang Tillmans: Homosexualität würde 1993 in Russland entkriminalisiert, das Schutzalter liegt bei 16 und die Geschlechtsumwandlung ist seit 1997 legal. Dennoch verstößt Diskriminierung nicht gegen das Gesetz und Hasstiraden sind weit verbreitet. Das macht doch keinen Sinn?
Ruslan Savolainen:
Die Propaganda behauptet, dass LGBT etwas Fremdartiges zu russischen Werten und für das russische Volk ist. Sie glauben, dass es aus dem Westen kommt und dass es den Russen europäische Werte aufzwingt. Diese Haltung - dass es etwas Fremdartiges ist - wird aggressiv von den Medien und der Regierung vorangetrieben.
Dmitry Musolin: Viele von uns versuchen zu verstehen, wieso Russland so homophob ist. Einige sagen, dass es mit der politischen Geschichte zu tun hat, weil männliche Homosexualität zu Sowjetzeiten für 60 Jahre illegal war, weibliche Homosexualität war es nicht, aber die Leute machen diesen Unterschied nicht. In ihren Köpfen ist es immer noch etwas Schlechtes; sie sehen es immer noch als etwas Kriminelles an, auch wenn es das nicht mehr ist. Außerdem ist die Russisch Orthodoxe Kirche sehr homophob und konservativ und jetzt in der Post-Sowjet-Ära möchte sie eine größere gesellschaftliche Rolle spielen. Sie erhält vom Staat sehr viel Unterstützung. Der Staat braucht etwas wie eine Ideologie und die Kirche kann etwas anbieten.
Ivan Surok: Es sind zwei Faktoren: der Fakt, dass ein innerer Feind geschaffen werden musste, um von anderen Problemen abzulenken. Und dann die angeborene Homophobie der Russen.
Dmitry Musolin: Es ist einfacher, Leute zu manipulieren, wenn es einen Feind gibt. Deshalb nennen die Propaganda und die Regierung dann Amerika oder Europa als Feind. Die EU ist ein großer Feind für Russland und diese Vorstellung wird auch tatkräftig von den staatlichen Medien gefördert. Außerdem ist es wichtig, im Land selbst einen Feind zu haben. Irgendwie wurde entschieden, dass die Homosexuellen dieser Feind sind, weil es für viele nach wie vor eine kriminelle Sache ist.

CSD-Umzüge sind jetzt illegal in Russland und Versuche, CSD ähnliche Umzüge durchzuführen, werden fast immer mit gewalttätigen Angriffen von Religiös-Konservativen und Neo-Nazis beantwortet, während die Polizei LGBT-Demonstranten verhaftet. Was sind eure Erfahrungen?
Olga Panova: Auf dem letzten CSD in St. Petersburg letztes Jahr gab es nicht viele Teilnehmer, aber es gab eine große Gruppe von Homophoben, die Eier und Steine warfen. Sie waren aggressiv, aber die Polizei hat sie nicht festgenommen, obwohl alle Teilnehmer festgenommen wurden. Das war mein erstes Mal auf der Polizeiwache. Zwar war es sehr interessant und lustig, aber vor allem war es unfair. Ich hatte mich gerade geoutet und trat für das Recht meiner Freunde ein, dass sie nicht umgebracht werden sollen, nur weil sie eine Person des gleichen Geschlechts lieben. Jemand verletzte mich, er warf einen Stein auf mich und wurde nicht mit auf die Wache genommen. Das ist unfair.
Daniel Grachev: Wenn du zu einer Demonstration gehst, die von der Polizei verboten wurde, siehst du dort Polizei für Aufstände und du fragst dich, ob sie dich verhaften oder nicht. Aber du weißt, dass du nicht so ohne Weiteres davonkommst, dass du dich darauf einstellen musst, die Nacht auf der Polizeiwache zu verbringen. Das ist die schlimmste Zeit, um ein Aktivist in diesem Land zu sein. Aber mit dem LGBT-Aktivismus gibt man den Leuten eine Art Hoffnung. In den zwei Jahren, in denen ich mich schon für die LGBT-Community engagiere, habe ich viele Briefe erhalten. Darin schrieben Leute: ‚Danke, dass du für unsere Rechte kämpfst, weil jemand muss es tun. Du gibst mir Hoffnung, dass nicht alles verloren ist."

Olga Panova: Vielleicht verändert das nicht massiv die Politik, aber ich hoffe, wenn ich da auf der Straße stehe und Leute mich sehen, dass sie an LGBT-Leute denken und darüber lesen und ihre Meinungen ändern. Sie sehen, dass ich existiere, dass ich nicht nur jemand bin, den man aus dem Internet oder aus dem Fernsehen kennt, sondern dass ich da stehe, dass ich real bin.
Elena Leontieva: Durch LGBT-Aktivismus habe ich das Gefühl, etwas Tolles zu machen und die Welt schöner zu machen.
Daniel Grachev: Mir ist bis jetzt nichts Ernsthaftes passiert, aber ich wurde von Hooligans mehrere Mal auf Straßendemonstrationen angegriffen. Eine Zeitlang hatte ich das post-traumatische Stressyndrom, ich hatte Angst vor jedem Fußballfan oder jedem rasieren Typ. Du weißt nie, auf wen es die Regierung als Nächstes abgesehen hat. Zum Beispiel wurden die Leute [die in Moskau 2012 bei den Pro-Demokratie-Demos mitgemacht hatten] rein zufällig ausgewählt, nur um den Leuten zu zeigen, dass es eine schlechte Idee ist, an Demonstrationen teilzunehmen.
Dmitry Musolin: Der Druck von konservativen Kreisen ist stark und der Staat unterstützt die konservative Bewegung. Du musst jetzt schon sehr mutig sein, um dich für LGBT-Leute einzusetzen, besonders als Person des öffentlichen Lebens.
Ruslan Savolainen: Ich habe jeden Tag Angst.

Sich in Russland zu outen, bedeutet, dass Leute ihre Jobs verlieren oder körperlich angegriffen werden. Wie hat das die Art und Wiese, wie ihr über eure Sexualität sprecht, beeinflusst?
Artyom Stadnik: Meine engsten Freunde wissen, dass ich schwul bin. Meine Mutter weiß es auch und akzeptiert es. Aber richtig offen schwul zu sein, ist gefährlich in diesem Land.
Dimitry Musolin: Ich habe keine Regenbogenflagge in meinem Büro, aber wenn mich Leute fragen, dann sage ich es ihnen. Ich lüge nicht. Ich habe an einer Uni und es gibt dort viele ältere Kollegen, die es wahrscheinlich nicht wissen, aber die jüngeren Dozenten und Doktoranden, wenn sie auf Facebook oder VKontakte sind, können es sich einfach denken, durch das was ich poste.
Svetlana Zakharova: In meiner Umgebung sind die Leute nett zu mir. Ich denke, dass ich keine Freunde aufgrund meine Homosexualität verloren habe. Leute schauen mich manchmal komisch an, aber so werden auch Immigranten und Frauen in Russland angeschaut. 

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2013 führte Russland ein Gesetz ein, das „Propaganda für nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen verbietet". Das Gesetz kam nach regionalen Verboten, die die „homosexuelle, lesbische, bisexuelle und transgender Propaganda gegenüber Minderjährigen" verbietet. 
Dmitry Musolin: Wir dachten nicht, dass es in St. Petersburg passieren würde, weil es doch eine wichtige, kultivierte und moderne Großstadt ist. Als sie anfingen, dass Gesetz zu diskutieren, organisierten wir eine Kampagne, um es zu stoppen. Aber die Leute, die diese Gesetze aushecken, sind nicht blöd. Sie packen Schwule, Lesben und Transgender zusammen mit Pädophilen. Als wir versucht haben dagegen zu protestieren, sagten sie uns: „Ihr beschützt die Pädophilen". Es ist unmöglich, eine öffentliche Diskussion darüber zu führen. Die sagen: „Das Gesetzt richtet sich nicht gegen Homosexuelle, es richtet sich gegen Pädophile."
Ivan Surok: Die Regierung gab im Prinzip mit diesen Gesetzen den „Angriffsbefehl", deshalb denkt die Öffentlichkeit, dass sie das Recht hat, ohne Verfahren zu urteilen, dass Töten und Foltern OK ist und dass ein Mord gerechtfertigt werden kann, weil das Opfer schwul war. Es gab bereits mehrere Morde in Russland. Der bekannteste Fall ist der von Vlad Tornovoi, der auf sadistische Art und Weise [im Mai 2013 in Wolgograd] umgebracht wurde. Die Mörder behaupteten, dass sie ihn umgebracht hätten, weil er ihnen sagte, dass er schwul sei. Die dachten, wenn sie darauf hinweisen würden, dass er schwul sei, dann würde sich ihr Strafmass reduzieren.

Dmitry Musolin: Ich unterrichte keine Minderjährigen, also ist meine Situation viel einfacher. Lehrer stehen durch dieses neue Gesetz definitiv unter Druck, denn sobald sie etwas Positives oder sogar Neutrales über Homosexuelle sage, verstoßen sie gegen das Gesetz. Ich kenne einige Leute, die ihre Jobs verlieren. Lehrer sowie jeder, der für einen kleinen Betrieb arbeitet, in dem der Chef alles entscheidet, sind nicht geschützt. Ein Kerl, der bei uns wohnt, hat seinen Job in einer Werbeagentur verloren, nachdem im Fernsehen gezeigt wurde, dass es an einer Demonstration teilgenommen hat.
Ivan Surok: Das Gesetz ist unklar; es gibt keine genaue Definition was schwule Propaganda ist. So kann die Regierung es gegen jeden anwenden, der nicht genehm ist.
Svetlana Zakharova: Wir haben versucht, ein privates Spenden-Programm zu starten, aber es gab Schwierigkeiten. Wir haben versucht, mit einer der größten Crowdfunding-Plattformen in Russland zusammenzuarbeiten. Anfangs waren sie OK mit uns, aber dann entschieden sie sich, dass es ihnen zu gefährlich ist, mit uns in Verbindung zu stehen. 

LGBT-Aktivisten im Westen haben versucht, auf die sich verschlechternde Lage in Russland aufmerksam zu machen, aber russische Politiker haben die Demonstrationen als Beispiele von antirussischen Vorurteilen behandelt. Wie findet ihr die Demonstrationen?
Daniel Grachev: Die Unterstützung aus dem Ausland ist sehr wichtig. Sie waren besonders ausgeprägt während der Winterspiele in Sotchi, als viele Journalisten nach Russland kamen, um über LGBT-Rechte zu berichten.
Dmitry Musolin: Es ist wichtig, dass wir diese Unterstützung haben. Aber es gibt viele Leute, sogar LGBT-Leute [in Russland], die denken, dass diese Demonstrationen die Lagen verschlimmern. Dem stimme ich nicht zu. Ich finde, dass es immer noch wichtig ist, dass wir uns nicht alleine fühlen; dass Leute unsere Ansichten teilen und uns dabei unterstützen, was wir hier tun. Wenn es keine Stimmen von außen gäbe, wäre die Lage wahrscheinlich noch schlechter.
Daniel Grachev: Fotografie ist ein sehr wirkungsvolles Mittel, um Leute zu beeinflussen; dadurch können sie sehen, was wirklich passiert: meine Freunde werden blutig geschlagen und ich werde von der Polizei verhaftet. Die Spiele von Sotchi, die Bilder von LGBT-Protesten und die antirussischen und anti-Putin Einstellungen in Europa haben dazu beigetragen, dass sich europäische Medien mehr für die russische LGBT-Community interessieren. Es ist wichtig, dass wir verstehen, dass wir Leute haben, die uns unterstützen - wie Front Line Defenders und Amnesty International - und die Geld für einige unserer Aktivitäten auftreiben und uns sogar beschützen, zum Beispiel falls wir Zuflucht in einem europäischen Land brauchen.
Ivan Surok: Es ist offensichtlich gut, dass sie ihre Solidarität mit ihren Brüdern und Schwestern in Russland bekunden, aber mir als Normalo hat es nichts geholfen.

Die Zahl der LGBT-Russen, die im Westen Asyl suchen, hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Wie hat das euch persönlich beeinflusst?
Daniel Grachev: Ich habe viele Freunde, die das Land verlassen haben, weil es hier zu gefährlich für sie wurde. Dmitry Chizhevsky, der angeschossen wurde und ein Auge verloren hat; Natalya Tsymbalova, die Koordinatorin der Organisation „Straights Alliance for LGBT Equality"; Dmitry Chunosov aus Voronezh und Pavel Lebedev, eine LGBT-Aktivist, der nach den Demonstrationen auf dem Bolotnaja-Platz gegangen ist, weil er sich mit der Polizei angelegt hat und ein Opfer der Verfahren hätte werden können.
Olga Panova: Ich würde liebend gern Russland verlassen, aber ich möchte die Revolution nicht verpassen. Was ist, wenn sie ausbricht, nachdem ich weg bin? Das wäre traurig, weil ich gerne ein Teil davon wäre.

Der Kampf um LGBT-Rechte hat in Europa und den USA Jahrzehnte gedauert. Einige russische Aktivisten fürchten, dass der Kampf in Russland viel länger dauern könnte. Wie nah fühlt ihr euch dem Durchbruch?
Ivan Surok: Mir scheint es so, dass dabei nicht viel Gutes herauskommt. [Mit] den homophoben Stimmen im gegenwärtigen Regime wird es keine Veränderungen zum Besseren geben. Der innere Feind wird noch zu sehr gebraucht und die aktuelle Regierung stellt die Leute anscheinend zufrieden.
Daniel Grachev: Die Zivilgesellschaft ist in Russland sehr schwach. Es gibt gute Organisationen, aber es gibt zu Wenige, die an einen Wandel glauben. Das wird erst aufhören, wenn es auf der globalen politischen Bühne etwas ändert. Aber [ich bin] nicht sonderlich optimistisch, weil wir nicht wissen, wann Putins Präsidentschaft endet.
Elena Leontieva: Die Situation wird immer deprimierender, aber wir tun alles, was wir können. Das gibt uns viel Kraft und Stärke, um weiterzumachen und für unsere Rechte zu kämpfen. Aber momentan ist es ziemlich gefährlich, gegen die Regierung zu sein.
Ruslan Savolainen: Europa hat lange gebraucht, um dahin zu kommen, wo es jetzt ist. Genauso wie Amerika. Also kann das nicht in einem oder zwei Jahren erreicht werden. Der Prozess wird enorme Anstrengungen verlangen.
Svetlana Zakharova: Ich glaube wirklich daran, dass sich die Dinge ändern können, andernfalls wäre es sinnlos. Ich bin mir bewusst, dass es nicht so bald passieren wird. Aber ich denke auch nicht, dass es so für immer bleiben wird.

Credits


Fotos und Interviews: Wolfgang Tillmans
Einführung: Felix Petty
Interviews bearbeitet von Matthew Collin
Mit Dank an Frauke Nelissen, Vasilisa Grebenshchikova, Matthew Collin und Amnesty International.

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