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10 fantastic men aus 10 jahren „fantastic man“

Zum zehnjährigen Geburtstag des Magazins präsentieren wir euch die stylischsten und interessantesten Männer aus dem Kultmagazin.

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Okt. 22 2015, 6:30am
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Seit der Gründung vor zehn Jahren durch Gert Jonkers und Jop van Bennekom sorgt Fantastic Man mit seiner Mischung aus spannenden Inhalten, Witz und Haltung für frischen Wind in einem Zeitschriftensegment, das bis dahin durch Anzüge, Autos und Sportübungen eintönig war. Uninteressiert an den neuesten männlichen Prominenten, die ein Produkt bewerben, konzentrierte sich Fantastic Man auf interessante Persönlichkeiten - bekanntere und weniger bekanntere -, die etwas zu sagen haben; die einen beneidenswerten Style haben oder die eine bewundernswerte Haltung haben.

Mit einem neuen Buch Fantastic Man: Men of Great Style and Substance, erschienen bei Phaidon, wird das zehnjährige Jubiläum des Magazins gefeiert. Auf den Seiten versammeln sich 69 Männer, die im Laufe des Bestehens Teil des Magazins waren. 

Im exklusiven Gespräch mit i-D hat Gründer Gert Jonkers zehn Männer, die im Buch vertreten sind, ausgewählt und mit uns darüber gesprochen, wieso jeder auf seine eigene Art und Weise fantastisch ist.

Ollie Edwards
„Er gehört zu den Top-Models unserer Zeit und er ist auf dem Buchcover. Er ist Brite und wurde 1985 geboren, er ist heute entweder 29 oder 30 Jahre alt. Er hat so ein amerikanisches Gesicht, ein Kennedy-Kinn, very Ralph Lauren. Er steht auf Autos und er ist super nett. Ich kann nicht behaupten, dass ich ausgiebige philosophische Gespräche mit ihm hatte, aber er ist ein guter Mensch."

Claude Montana
„Das ist eine packende Geschichte - vom Tellerwäscher zum Millionär und wieder zurück. Für viele ist er eine Inspiration und der Extravaganz während seiner Blütezeit in den 80ern konnte man nicht entkommen. Ich habe ihn ein paar Mal auf der Straße in Paris getroffen. Es ist so, als ob man die Garbo oder Madonna plötzlich auf der Straße sieht, man bekommt Gänsehaut. Als ich vor ein paar Jahren mit dem Fahrrad durch Paris fuhr, sah ich wie Claude einfach da stand. Ich habe umgedreht, weil ich ein Foto mit ihm machen wollte, aber er war bereits verschwunden. Ich habe zehn Minuten nach ihm gesucht, aber er war wie vom Erdboden verschluckt."

Carlo Antonelli
„Ich bin persönlich von ihm fasziniert. Er ist so extrovertiert und strahlt etwas aus. Als wir über ihn im Magazin berichteten, war er damals Chefredakteur von Wired, glaube ich. Als ich ihn zum ersten Mal traf, war es Bewunderung auf den ersten Blick. Das ist die Rolle von Fantastic Man, jemanden mit einer spannenden Geschichte zu entdecken, ob das nun ein Farmer, ein Käsemacher oder ein Designer ist. Er hat eine ungeheure Energie und kann unglaublich gut mit Menschen umgehen. Carlo hat ein durch und durch soziales Wesen und er mag es, sich gut anzuziehen. Er hat diesen großen Mopp aus Locken und wuschelige Haare. Alles an ihm ist so entspannt und doch extravagant."

Helmut Lang
„Das ist eine besondere Geschichte. Er verabschiedete sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Der hat getan, was er will, und sich zu nichts verpflichtet gefühlt. Normalerweise ist es keinem vergönnt, eine zweite Karriere in der Kunst zu starten, außer vielleicht ein paar Schriftstellern und Autoren, die Maler oder Bildhauer werden, aber er hat den erfolgreichen Sprung von der Mode in den Kunstbetrieb geschafft. Die Leute hatten den Eindruck, dass er ein ziemlich verschlossener Designer war. Für die Geschichte in Fantastic Man lag er nackt auf dem Boden und wurde von Bruce Weber fotografiert, und es hat ihm Spaß gemacht."

Francesco Vezzoli
„Er ist einfach unaufhaltsam. Ein Künstler, der nie aufhört, die Leute zu überraschen. Gerade wenn man denkt, dass man viel Kunst gesehen hat, kreiert er etwas, das komplett anders ist. Alles, was er macht, ist ein schräges Mash-up aus Fabelhaftem. Ich erinnere mich an ein lustiges Abendessen in Mailand mit ihm, als er alles zurück in die Küche gingen ließ, was ihm serviert wurde. Er war sehr genau. Er wollte lediglich ein Stück von gedünstetem Weißfisch mit Miso obendrauf und sie brachten immer andere Sachen. Er will, was er will, und nichts anderes."

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Malcolm McLaren
„Er ist der lustigste Mensch auf der Welt! Er ist einfach fantastisch - ein Entertainer, ob nun privat oder beruflich. Jop und ich haben ihn durch einen gemeinsamen Freund kennengelernt. Man weiß sofort, dass er es liebt zu reden. Jahre später war er in Amsterdam, rief uns an und lud uns zum Essen ein. Malcolm hat es gern, wenn er ein Thema hat, über das er sprechen kann und zu diesem Zeitpunkt war sein großes Thema ‚Kunst ist der neue Rock 'n' Roll'. Er sprach gerade darüber, als der 80er Italo-Popstar Zuccero - der in großer Runde ebenfalls im Restaurant aß - herüberkam und Malcom begrüßte und ihn daran erinnerte, dass sie sich bereits 1985 getroffen hätten. Malcom unterhielt sich kurz mit ihm und als Zucchero wieder ging, sprach er genau da weiter, wo er unterbrochen wurde, ohne Pause."

Wolfgang Tillmans
„Er hat keine große Klappe, er macht in Ruhe das, was er tut. Er verzaubert uns, er Wolfgang-isiert die Dinge. Er hat eine wunderschöne Galerie in Berlin mit tollen Ausstellungen und er ist auch ein sehr guter DJ. Er spielt die Musik, die man hören möchte: ein bisschen Disco, er fühlt den Vibe im Raum und macht ihn besser. Er ist eine sehr großzügige Person, ein guter Zuhörer und er ist sehr genau. Für lange Zeit war die Ausgabe mit ihm auf dem Cover, die am meisten verkauft wurde. Noch besser als die mit David Beckham."

Tim Blanks 
„Er ist der Philosoph der Modewelt. Es wird sehr interessant sein, wie die Modewelt ihn zukünftig sehen wird. Die Leute begreifen zu wenig, was er für einen Einfluss hat. Er mag auffällige Mode, er mag auffällige Hemden. Das macht ihn besonders. Es ist schön, wenn jemand seinen persönlichen Stil gefunden hat. Er ist sehr freundlich. Ich liebe ihn!"

Rem Koolhaas 
„Er ist auch Niederländer. Das allein ist schon Grund genug dafür, dass er in diesem Buch ist. Natürlich ist er darüber hinaus ein guter und interessanter Architekt. Er ist das typische Beispiel für viele Architekten, die erst mit 53 tatsächlich Gebäude bauen dürfen, weil ihnen niemand vorher vertraut. Er hat so eine spannende und vielschichtige Denkweise. Bei ihm ist es nicht so, dass einfach eine Zeichnung in ein Gebäude verwandelt wird, es ist einzigartig und wunderschön und soviel Recherche fließt in die Projekte ein. Man muss sich nur die Prada Foundation in Italien anschauen, es ist ein wunderbares Ensemble. Dagegen können so viele Galerien oder Museen einpacken. Er ist ein sehr netter Mann. Und seine Präsenz ist extrem überwältigend. Man spürt seinen Einfluss, wenn man neben ihm steht. Es ist dasselbe Gefühl, das man bei Leuten wie Grayson Perry oder Tom Ford hat."

Okwui Enwezor 
„Er ist unglaublich. Er ist ein toller Gentleman, ein sehr guter Kurator und Dirigent von Dingen, die in der Kunstwelt passieren. Die aktuelle Biennale in Venedig wurde von ihm kuratiert und er ist Direktor des Hauses der Kunst in München. Ich habe ihn das erste Mal persönlich im Kilgour Store auf der Londoner Savile Row getroffen - nachdem wir über ihn im Magazin geschrieben haben. Es gibt nicht viele spannende Kuratoren und wir dachten, dass er einen Platz im Magazin verdient hat."

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Fantastic Man: Men of Great Style and Substance ist bei Phaidon erschienen und ab sofort im Handel erhältlich.

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Credits


Text: James Anderson

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