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Diese Designerin macht nachhaltige Patch-Work-Mode aus alten Stoffresten

"Keine neue Kleidung mehr zu produzieren, ist auch nicht die Lösung. Stattdessen müssen wir die Abfälle in etwas Neues verwandeln."

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Aug. 29 2018, 2:55pm

Collage über i-D UK

Priya Ahluwalia ist Teil einer neuen Generation von jungen Designtalenten, die einen nachhaltigen Modeansatz verfolgen. Ihre Master-Kollektion aus Upcycling-Menswear wurde so sehr von den Kritikern gefeiert, dass die in London ansässige Designerin ihr eigenes Label, Ahluwalia Studio, ins Leben gerufen hat, um unseren Modekonsum nachhaltig zu verändern.


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Nachdem die Modedesignerin das Ausmaß des Abfallproblems der Modeindustrie bei einem Familienausflug in Lagos hautnah miterlebte, fing Ahluwalia an, sich näher mit Secondhand-Mode zu beschäftigen. Ihre Recherchen brachten die junge Britin mit indisch-nigerianischen Wurzeln nach Panipat. Die Stadt 90 Kilometer nördlich von Delhi gilt als globale Hauptstadt des Textilrecyclings. "Das hat mir die Augen geöffnet, als ich gesehen habe, wie viel Abfall wir alle produzieren. Wir kaufen und werfen viel zu viel weg", sagt die Designerin.

Die Überproduktion in der Textilindustrie wurde zum Thema ihrer Abschlusskollektion . "Keine neue Kleidung mehr zu produzieren, ist auch nicht die Lösung. Stattdessen müssen wir die Abfälle in etwas Neues verwandeln", sagt die Modedesignerin. Genau das will sie mit ihrem eigenen Label Ahluwalia Studio erreichen. Dafür bezieht die Modedesignerin ihre Stoffe aus verantwortungsvollen Quellen: Spenden aus Secondhandläden.

"Ich wollte, dass meine Master-Kollektion etwas Besonders wird", sagt Ahluwalia. "Die ersten Reaktionen waren so positiv, dass ich mich nur darin bestätigt gefühlt habe, weiterzumachen. Ich habe mich bewusst für eine verträumte Ästhetik im Lookbook entschieden, weil sie im krassen Gegensatz zu der brutalen Realität des Abfallproblems der Modebranche steht." Damit will die Designerin die negativen Vorurteile gegenüber nachhaltiger Mode überwinden und zeigen, dass diese auch cool aussehen kann.

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@ahluwalia_studio

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.

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