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      film i-D Staff 11 Februar 2016

      10 filme, die du in den nächsten 10 tagen berlinale nicht verpassen sollest

      Heute beginnt die Berlinale. Das Programm ist – wie jedes Jahr – so umfangreich, dass es einem schwerfallen kann, sich für Filme zu entscheiden. Um dir das Leben einfacher zu machen, präsentieren wir hier die zehn sehenswertesten Filme für zehn Tage Festival und zeigen dir i-D’s Favoriten, die du auf gar keinen Fall verpassen solltest.

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      STRIKE A POSE by Ester Gould and Reijer Zwaan - via Silversalt PR

      L' avenir

      Was passiert, wenn du denkst, dass du das perfekte Leben hast und plötzlich wirst du von deinem Mann für eine andere verlassen, stehst alleine da, in vermeintlicher Freiheit, und weißt nicht, was du mit dieser anfangen sollst? Genau diese Frage stellt Mia Hansen-Løve in ihrem Film L' avenir.  Auf reflektierte, aber auch ironische Weise zeichnet sie ein authentisches Frauenporträt. Älterwerden ist doch gar nicht so schlimm, wie viele immer glauben.

      Europe, She Loves

      Wir sind Europäer. Doch wer sind wir eigentlich und teilen wir auch die gleichen Probleme? Die halbdokumentarische Produktion Europe, She loves versucht, in vier Storys über vier Paare diese Frage auf unterschiedlichen Ebenen zu beantworten. Die Charaktere kommen aus den Rändern Europas und haben eines gemeinsam: Partys, Drogen und Sex. Jan Gassmann und Kameramann Ramon Giger spinnen ein beeindruckendes Netz aus Geschichten und Befindlichkeiten der Generation zwischen 20 und 30 in Europa.

      Ein Tribut an David Bowie, Alan Rickman und Ettore Scola

      Das Jahr ist gerade einmal ein paar Wochen alt und schon mussten wir uns von einigen der wirklich Großen der Musik- und Filmbranche verabschieden. David Bowie, Alan Rickman und Ettore Scola bewegten mit ihren Werken viele Menschen. Mit drei Sondervorführungen erinnert die Berlinale an diese Künstler. Zu sehen gibt es Sinn und Sinnlichkeit, Der Ball und Der Mann, der vom Himmel fiel.

      Strike a Pose

      Die schottische Dokumentarfilmerin Ester Gould bringt zusammen mit dem Amsterdamer Journalist und Filmemacher Reijer Zwaan die frühen Neunziger auf die Berliner Leinwand. Strike a Pose handelt von sieben Tänzern, darunter ein heterosexueller und sechs homosexuelle, die Madonna 1990 auf ihrer bis dato kontroversen „Blond Ambition"-Tour und als Teil des Filmes Truth or Dare begleiteten. Mit dem neuen Dokumentarfilm blicken wir hinter die ungefilterten Kulissen der Dreharbeiten und einer Zeit, die geprägt war von einer fortlaufenden Reise zur eigenen Identität, Scham, dem Kampf gegen Aids und für die Selbstbefreiung. 

      Little Men

      Der Film erzählt die Geschichte einer besonderen Freundschaft, zwischen dem amerikanischem Jungen Jack und dem gleichaltrigen Chilenen Tony. Nach dem Tod seines Großvaters zieht Jack mit seinen Eltern in dessen Haus in Brooklyn, in dem Tonys Mutter im Erdgeschoss einen kleinen Laden betreibt. Wie so oft ist es das Geld und die Gier danach, was Menschen zum Streiten bringt. So auch in dieser Geschichte, in der die junge Freundschaft zwischen den beiden Jungs bald auf eine unschöne Probe gestellt wird. Regisseur Ira Sachs und Drehbuchautor Mauricio Zacharias haben in Little Men ihre eigenen Geschichten verarbeitet. Dabei herausgekommen ist eine ehrliche Hommage an die Freundschaft—und alles, was davon bleibt.

      Coconut Hero 

      Inmitten der kanadischen Wälder lebt der 16-jährige Mike mit seiner launischen Mutter und fernab jeglicher Lebensfreude. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch kommt ihm die zufällige Diagnose eines Hirntumors mehr als gelegen. Während er also seinem Ableben entgegenfiebert und die Krankheit sogar verheimlicht, um ja nicht geheilt zu werden, scheint es sein Schicksal anders mit ihm zu meinen: Er begegnet einer verrückt-bezaubernden jungen Dame und beginnt die Welt und das von ihm verhasste Leben mit anderen Augen zu sehen. Mit dabei im bewegenden Coming-of-Age-Drama ist—diesmal wieder in der Schauspielrolle—Sebastian Schipper, Macher des wohl aufsehenerregendsten deutschen Filmes des vergangenen Jahres: Victoria

      24 Wochen

      „Was machen wir denn jetzt?" „Ich kauf jetzt erst mal zwei Stücke Donauwelle ... eins für dich ... und eins für dich." Bei einem Routine-Arztbesuch erfahren die erfolgreiche Kabarettistin Astrid und ihr Mann Markus, dass ihr zweites Kind nicht gesund zur Welt kommen wird. Nach anfänglichem Optimismus, mit der schwierigen Situation umgehen zu können, beginnt Astrid, nach einiger Zeit mehr und mehr daran zu zweifeln. Ein berührendes Portrait einer Frau zwischen Familiengefühlen und moralischem Konflikt. Nach Zwei Mütter ist 24 Wochen der zweite Film der deutschen Regisseurin Anne Zohra.

      Hail, Caesar!

      Die Cohen-Brüder sind zurück! Bereits zum zweiten Mal eröffnen sie mit ihrem neuesten Film die Berlinale. Hail,Caesar! erzählt die Geschichte eines Filmstudios der 50er Jahre in Hollywood. Mitten in der Produktion eines großen Filmprojektes, wird der Hauptdarsteller gekidnappt. Was dann folgt? Eine absurde und unterhaltsame Verkettung von Ereignissen, wie sie nur die Cohen-Brüder erzählen können. 

      Chi-Raq

      Sexentzug gegen Waffenaufzug? Lysistrata gehört zu den bekanntesten Werken des griechischen Dichters Aristophanes, und wurde 411 v.Chr. uraufgeführt. Getrieben von der Erkenntnis, dass ihre Männer die Verursacher des Krieges sind, schließen sich die Frauen Athens und Spartas zusammen, besetzten die Akropolis und verweigern ihren Männern: Sex. Dieses Jahr kehrt die entstaubte Geschichte auf die Leinwand zurück. Laut, schrill, fulminant, Regisseur Spike Lees Chi-Raq richtet die Aufmerksamkeit auf Chicago und die mehr als 7.000 Opfer, die in den letzten Jahren auf Grund der hohen Gewaltbereitschaft und dem Waffenbesitz sterben mussten. 

      Sufat Chol

      Sufat Chol oder Sand Storm ist das Regiedebüt von Elite Zexer, das beim Sundance Festival mit dem World Cinema Grand Jury Prize ausgezeichnet wurde. Der Film handelt von zwei Frauen, Mutter und Tochter, die versuchen, sich über die Traditionen ihrer israelischen Kultur hinwegzusetzen. Layla, Jalila Tochter, verliebt sich in einen Mitstudenten—eine unmögliche Liebe. Anfangs versucht sie noch, ihrer Tochter zu verbieten, sich mit dem jungen Mann zu treffen. Aber als ihr Ehemann, der erst vor Kurzem eine zweite, viel jüngere Frau geheiratet hat, beginnt, hart gegen Layla vorzugehen, kann sie nicht mehr zusehen. Dabei sie rebellieren gegen die starren Vorstellungen, gehen unterschiedliche Wege und wachsen im Kampf für mehr Freiheit, der sich als als schwieriger als erwartet herausstellt, immer weiter zusammen. 

      Die Berlinale findet von 11. bis 21. Februar in ganz Berlin statt.

      Credits

      Text: Alexandra Bondi de Antoni, Lisa Leinen und Zsuzsanna Toth
      Fotos: via www.berlinale.de

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      Themen:news, film, kultur, berlinale, berlin, 24 wochen, little men, hail, cesar, chi-raq, coconut hero, strike a pose, europe she loves, berlinale 2016

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